Aufsatz 
Über eine neue Entstehungsart mehrerer Metallothion- und Hydrothionmetall-Arten, entdeckt und untersucht / Wilhelm Zimmermann
Entstehung
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Scheidung(Analyſis.) 1) Die erwähnten Erzeugniſſe, welche man, ohne Schwefel mit zu erhat⸗ ten, am beſten von den Kupferflächen nimmt, gehen durch Schmelzen im Feuer, gleich den übrigen Lhdeirhlsnmnezalen, in Schwefelme⸗ talle üb er.

2) Der blaue Beſchlag, wird durch ſatpetrigte Catzſäure(Königswaſſer) bei mäßiger Erwärmung, vollkommen in königſaures Kupfer und Schwefel zerlegt. 3

3) Bei der Zerlegung, der mit Sanſä ure vermiſchten Maſſe durch Zink⸗ entbindet ſich hydrothionſaures Gas, und dieſelben Farbentöne erſchei⸗ nen bei dieſer Zurückbildung, wie bei⸗ den Sinauſbidene Beim Glis hen eben ſo.

4) Eine aus K beſtehende Schichtung, ward, der aller Feuchtigkeit beraubten Luft eines Glaſes(die ganze Anrüſtung war zuvor wohl ge⸗ trocknet, und auſſerdem das Glas durch friſch ausgeglühetes Aetzkali⸗ mehrmals ausgetrocknet und damit, nach vollſtändiger Verpichung mit weißem Wachs, geſperret worden) 14 Tage lang ausgeſetzt. Eine an Form und Grüße völlig gleiche, ward der gewöhnlichen Luft des Zim⸗ mers, eine 3te eben ſolche, ward einer Luft, in welcher der Feuchtigkeits⸗ weiſer(Hygrometer) weit zurückging, ausgefezt, und gleichfals nach 11 Tagen, mit der erſten verglichen. Es fand ſich bei dieſer nur ein Laſurbe⸗ ſchlag, bei den andern ein tieferer, ſtaubartiger Indig. Die Bildung des letzteren, wird alſo von der Gegenwart der Waſſerdämpfe abhängig feyn, wofür auch Davys und Berzelius Beobachtung ſpricht; daß die meiſten Schwefelmetalle Waſſerſtoff anziehen und ſo in hydrothionſaure übergehen. Die früheren Farbenfolgen ſcheinen nur Stufen der Schwe⸗ felmetalle. Hierzu ſtimmt noch der artige Verſuch, welcher ſich mir

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