Die Wichtigkeit und Allgemeinheit der Rolle, welche der eleckri⸗ ſchen Thaͤtigkett, als beſonderer Form des allgemeinen Naturlebens, auch im Reiche der chemiſchen Erſcheinungen zukommt, faͤngt in un⸗ ſern Zeiten an, allgemeiner beherzigt zu werden. Die merkwuͤrdigen Analyſen und Syntheſen der Voltaiſchen Saͤule, das uͤberraſchende Hervortretten der Imponderabilien, und ihre geſteigerte Energie im chemiſchen Proceß, boten hlerzu die gültigſten Motive. Aber noch iſt der geheimnißvolle Schleyer nicht durchbrochen, unter welchem jene Regheit der Natur ihre Herrſchaft uͤbt, und unter mehreren Regionen ihres ſtillen, kaum geahneten Wirkens, deckt wohl das der Rryſtallbildung noch kimmeriſches Dunkel. Zwar wurde jenen durch Hauys Beſchreibungen, durch Davys und Anderer große Ent⸗ deckungen, ein neues Leben zum mindeſten— verkuͤndet, und dem ernſten, tiefen Ergreiffen der mannigfaltigen, hiermit verwandten Phaͤnomene, mag man es zutrauen; daß ereinſt auch ein helleres Licht in dieſe noch unbekannte Gebiete hindurchbreche.
Es ſcheinen aber die Phaͤnomene der Metallvegetation, und der Dendritenbildung, in nicht ſehr fernem Bezuge mit dem cryſtalli⸗ niſchen Gefüge der Metalle und den ſtrahlenden, oder vegetativen
Kryſtallgruppen ihrer Salze, zu ſtehen. Sie wurden, ſo viel mir bekannt iſt, noch nicht in aͤhnlicher Beziehung unterſucht; ich gebe daher, ſo weit es der Zweck dieſer anſpruchloſen Blaͤtter erlaubt,
was mich hieruͤber die Erfahrung gelehrt hat⸗ Die


