Aufsatz 
Einige Ansichten von Religion und Kirche / J[ohann] Valentin Klein
Entstehung
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thaͤtig zeigt, ſie, fuͤr andere und ſich, irgendwo zu erſpähen, zu erringen! um vieles iſt er durch ſeine erneute forſchende Thaͤtigkeit ſei⸗ nem graden Wege zur Bildung näher gekom⸗ men, ſelbſt dann naͤher gekommen, wenn er, auf einer neuen Windung, ſcheinbar noch mehr ablenkte; denn ſehnender nach dem Bleibenden iſt ja ſein Gemuͤth, durch Erfahrung geſcharf⸗ ter ſein geiſtiges Auge, fuͤr ernſtere Wahr⸗ heit vorbereiteter ſein Ohr, beſſeren Willens faͤhiger ſein Herz und geſtaͤhlter ſeine Bruſt geworden. Lebhafter ſteht er es ein, daß fuͤr ihn und ſeine Bruͤder noch viel, viel zu erzie⸗ len, zu beſſern, zu vollenden uͤbrig iſt, und kraͤftiger belebt ihn der Wille einen wahrhaft herrlichen Zuſtand verwirklichen zu helfen.

Wage er es nun immerhin, wie jene Jungfrau aus der Vollendung zu dem begei⸗ ſterten Seher herniederruft, zu irren und zu traͤumen; hoͤherer Sinn liegt ihm nun im kind'ſchen Spiele!

Wohl ihm! er gehorchet einem himmli⸗ ſchen Genius, der ihn, ihm bewußt, antreibt lun Gewinne der Wahrheit, zur Gruͤndung

des zs Herrlichſten in und auſſer ihm.

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