rallieutenants Grafen von Kalkreuth erin⸗ nern, der eine zeitlang als Chef eines Cui⸗ raſſirregiments in Salzwedel ſtand und von dem mein Vater oft mit vieler Freude er⸗ zaͤhlte, beſonders dies, daß er, obgleich Soldat, doch auch die Gelehrſamkeit ſehr liebe, und in ſeiner Bibliothek nicht nur la⸗ teiniſche, ſondern ſogar hebraͤiſche Buͤcher habe.
Salzwedel ſollte nun einmal der letzte und laͤngſte Aufenthaltsort meines Vaters ſeyn. Das Rectorat der Salzwedeliſchen Schule wurde 1770 erledigt, und man fragte aufs neue bey ihm an, ob und unter wel⸗ chen Bedingungen er dieſes Amt uͤbernehmen wollte. Aus Liebe zu ſeiner zweyten Gattinn (meiner Mutter), die ſich nach ihrer Hei⸗ math ſehnte, entſchloß er ſich gegen ſeine eigne Neigung, dem Rufe zu folgen, und foderte, als Bedingung, nichts als eine geringe Zu lage zu dem bisherigen Rectorats⸗Gehalt. Man bewilligte ihm nicht nur dieſe fuͤr ſeine Perſon, ſondern ſicherte ihm noch aus eige⸗ nem Triebe das erſte erledigte Paſtorat auf den Fall zu, wenn ihm das Schulleben nicht mehr gefallen ſollte. Sein Leben und Wirken in Salzwedel war dem in Huſum gleich, nur nicht mit gleichen Muͤhſeligkeiten verbunden⸗, weil er die Schule in einem guten Zuſtande
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