4 8 — 15— gruͤndliche Schulgelehrſamkeit noͤth lich ſey?“ S. 18 ff. mit den kraͤftigen Worten Luthers, und da dieſe Worte auch fuͤr unſre Zeiten geſagt ſind, ſo moͤgen ſie auch in dieſer Schul⸗Schrift ihren Platz finden.
ig und moͤg⸗
„Wenn ich Kinder haͤtte ſagt Luther,*) der damals noch nicht verheurathet war), und vermoͤchte es, ſie muͤſten mir nicht alle die Sprachen und Hiſtorien hoͤren, ſondern auch ſingen, und die Muſica mit der ganzen Mathematica lernen. Denn was iſt dies anders, als eitel Kinderſpiel? darin die Griechen vorzeiten ihre Kinderzogen, dadurch doch wunder geſchikte Leute aus worden, zu allerley hernach kuchtig. Ja, wie leid iſt mirs jezt, daß ich nicht mehr Poeten und
iſtorien geleſen habe, und mich auch dieſel⸗ ben niemand gelehret hat. Habe dafuͤr muſt leſen des Teufels Dreck, die Philoſophos und Sophiſten, mit großer Koſt, Arbeit und Scha⸗ den, daß ich genug habe dran auszufegen.— Der Goͤtze oder Soͤtzenknecht(ich meine den
ammon) zeucht ſeinen Sohn von der Schu⸗ n, und giebt vor: Wenn mein Sohn rechnen und leſen kann, ſo kann er genug
in
man hat nun deutſche Buͤcher. Deutſche Buͤcher ſind vor⸗
*) S. Luthers Schriften, Jenaiſche Ausgabe Tom. I;,


