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Wer den Beſten ſeiner Zeit genug gethan, der hat gelebt fuͤr alle Zeiten.— . Schiller.
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Wenn eine Folgenreihe treflicher Erſcheinungen im Gebiete des menſch⸗ lichen Wirkens unſere Aufmerkſamkeit auf ſich zieht: ſo wird uns die Thatenreihe nicht unintereſſant ſeyn, welche von mehreren oder von einem Manne ihren Urſprung nahm. Gieng ſi ſie aus der Kraft eines einzigen hervor, ſo wird dieſer ſelbſt, zumal wenn ſein, auf Veredlung
gerichtetes, Streben, dem Andrang vielfacher Hinderniſſe unterworfen
war, um ſo mehr auf unſere Bewunderung und unſern Beyfall gerech⸗ ten Anſpruch machen, um ſo viel mehr auch verdient er, wenn der Tod ihn aus unſerer Mitte wegreißt, ein Denkmal, wodurch ſeine hohen Verdienſte, ſein thaͤtiges, dem Vaterland geweihtes Leben der Vergeſſenheit entzogen werden. Hoͤchſt wuͤrdig eines ſolchen Ehren⸗ denkmals iſt das reichhaltige Leben des verſtorbenen Paͤdagogiarchen
J. F. Roos.— Ein ſolches Todtenopfer dem Edlen dargebracht zu
haben, maaßen ſich jedoch dieſe wenigen Blaͤtter keinesweges an. Nur ſein fuͤr das Gute ſo regſames Leben, ſeine hohen Eigenſchaften als Lehrer und Menſch, wieder in das Andenken derer zuruͤck zu fuͤhren,
die ſein Wirkungskreis unmittelbar umſchloß und welchen die Bildung
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