Aufsatz 
Quaestionum Homericarum specimen: De formis quibusdam verborum mi in aliam declinationem traductis / Heinrich Rumpf
Entstehung
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Der Religionsunterricht für die ältern Schüler katholiſcher Confeſſion, welcher ſeir Oſtern ceſſirt hatte, wurde am 14. December v. J. von dem frühern Lehrer, dem Pfarramtsverweſer Profeſſor Dr. Fluck wie⸗ der begonnen und ſeitdem vorgenommen: Einleitung und erſter Theil der Fundamentirung der religiöſen Erkenntniß; erſtes Kapitel: von den Quellen der religiöſen Erkenntniß und deren Inhalte(Geſchichte des alten und neuen Teſtamentes). Lehrbuch: Scharpff's Handbuch der chriſtlichen Religion. 2 Stunden wöchentlich..

Die jüngern Schüler katholiſcher Confeſſion wurden während des ganzen Schuljahres gemeinſant mit den übrigen Kindern der hieſigen katholiſchen Gemeinde von demſelben Lehrer unterrichtet, und zwar in fol⸗ genden Gegenſtänden: 4 1) Sommerſemeſter. Diöceſankatechismus, viertes Hauptſtück: von der Gnade in den heiligen Sacramenten, und fünftes Hauptſtück: von der chriſtlichen Gerechtigkeit(Sittenlehre). 1 St. Bibliſche Ge⸗ ſchichte des neuen Teſtamentes von der Geburt Chriſti bis zur Sendung des heiligen Geiſtes. 1 St.

2) Winterſemeſter. Einleitung und erſtes Hauptſtück des Diöceſankatechismus: von dem Glauben (Erklärung des apoſtoliſchen Glaubensbekenntniſſes). 1 St. Bibliſche Geſchichte des neuen Teſtamentes von der Sendung des heiligen Geiſtes bis zum Tode der Apoſtel(Apoſtelgeſchichte). 1 St.

Von den im abgelaufenen Schuljahre von Großherzoglicher Oberſtudiendirection erlaſſenen Verfügungen iſt beſonders hervorzuheben das Regulativ über die Lehrerconferenzen an den unter dieſer Behörde ſtehenden höheren Lehranſtalten des Großherzogthums vom 19. Februar 1851. An unſerm Gymnaſium wird dadurch keine Veränderung der bisherigen Einrichtung der Conferenzen entſtehen, da die in jenem Regulativ aufge⸗ ſtellten Grundſätze und Normen im Weſentlichen ſchon ſeit langer Zeit bei uns befolgt worden ſind.

Die Zahl der Schüler des Gymnaſiums betrug im Sommerſemeſter 152, im Winterſemeſter 145. Von dieſen waren in Prima 32, in Secunda 39, in Tertia 23, in Quarta 17, in Quinta 12, in Serta 22. Durch den Tod verloren wir am 11. Juli 1850 einen wackern Schüler, Adolf Heichelheim aus Gießen, Schüler von Quinta.

Zu Oſtern 1850 beſtanden die Maturitätsprüfung folgende Schüler: 1) Wilhelm Curtman aus Friedberg, Studium Jurisprudenz. 2) Friedrich Schmitthenner aus Gießen, Studium Cameralwiſſen⸗ ſchaft. 3) Guſtav Brüel aus Gießen, Studium Medicin. 4) Adolf Decker aus Hochweiſel, Studium Theologie. 5) Rudolf Gaul aus Oberbreidenbach, Studium Theologie. 6) Carl Georgi aus Gießen, Studium Medicin. 7) Ferdinand Willich aus Butzbach, Studium Medicin. 8) Otto Spengel aus Dreieichenhain, Studium Forſtwiſſenſchaft. 9) Julius Heß aus Nidda, Studium Jurisprudenz. 10) Friedrich Degen aus Niederohmen, Studium Theologie. 11) Theodor Heyer aus Oberingel⸗ heim, Studium Medicin. 12) Eduard Cellarius aus Butzbach, Studium Jurisprudenz.

Zu Herbſt 1850 beſtanden die Maturitätsprüfung: 1) Ludwig Lauer aus Gießen, Studium Juris⸗ prudenz. 2) Peſach Seewald aus Gambach, Studium Jurisprudenz. 3) Moritz Freſenius aus Gladenbach, Studium Medicin. 4) Wilhelm Georgi aus Rodheim bei Gießen, Studium Theologie. 5) Hermann Bernbeck aus Langd, Studium Theologie.