Aufsatz 
Von dem Ursprung der griechischen Accentzeichen / Karl Philipp Michael Snell
Entstehung
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Ddiie alten Rhetoriker nennen die Accente mit Nament. Schon Ariſtoreles gedenkt derſelben in ſeiner Rhetorik mehr als einmal: ſelbſt in dem ſchon oben angefuͤhrten Kapirel wird die aun ökeia Satea wai uson ausdruͤklich genennet. Was ſollen wir daraus ſchlieſen? Weil ſie Regeln vom Accent hatten, muſten ſie auch Accentzeichen haben? Der Schluß folgt nicht. Doch er ſoll folgen, denn Cicero gedenkt ia der Noten und Zeichen der Abſchreiber. Folgt daraus auch, daß der Gebrauch derſelben ſich weiter als auf die Rednerſchulen erſtrekt habe? Rheroriker ſind es, woraus die Stellen genommen werden: und dieſe haben immer ihre Schulen im Sinne. Von einem allge⸗ meinen Gebrauch in Schriften iſt gar nicht die Rede.

Hr. Bergſtraͤßer vermutet, daß man um die Zeit kurz vor dem Cicero, da die Roͤmer ihre Kinder haͤufig nach Athen ſchikten, um griechiſch zu lernen, angefangen habe, den Ge⸗ brauch der Accentzeichen im Schreiben einzufuühren. Wahr⸗ ſcheiticher waͤre es vielleicht, daß dieſer Gebrauch nicht zu Achen, als wo er vöͤllig uͤberfluͤſſig war, weil bier die Sprache geredet wurde, und die Ausſprache der Woͤrter die wenigſte Schwierigkeit hatte, ſondern in Italien ſelbſt, wo die griechi⸗ che Sprache fremd war, aufgekommen ſei, da wir wiſſen, daß die Roͤmer ihre Kinder auch durch gelehrte Sklaven in der grie⸗ chiſchen Sprache pflegten unterrichten zu laſſen. Hier haͤtte man ſich allenfals eines ſolchen Huͤlfsmittels, ihnen die Aus⸗ ſprache beizubringen, bedienen koͤnnen. Doch dem ſei, wie ihm wolle. Geſezt man haͤtte auch in Griechenland ſelbſt die Ac⸗ centzeichen auf dieſe Art gebrauchet; ſo war dis noch immer ein

ebrauch, der von dem in neuern Zeiten ſehr weit unterſchie⸗ den war; ſie waren weiter nichts, als ein Vehikel füͤr die An⸗ faͤnger. Solte man ſich eines ſo ſchuͤlermaͤſigen Vehikels uber⸗ all, auch auſer den Schulen, bedient haben? und dazu eines

el B 3 Vehikels,