Aufsatz 
Ueber combinatorische Variationen / [Gustav Friedrich Adolph] Runge
Entstehung
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30 III. Chronik des Real-Gymnasiums.

A. Allgemeines.

DDas nun vollendete Schuljahr ist durch keine unmittelbar für das Real- Gymnasium wichtige Begebenheit ausgezeichnet. Die, Knstalt, deren Lehrplan seit einer Reihe von Jahren feststeht, hat diesen, weder durch einen Lehrerwechisel noch durth bedeutenderes Erkranken eines Lehrers gestört, ruhig verfolgen, das den ihr gebotenen Mitteln entsprechende leisten können und sich in dieser Wirksamkeit des Wohlwollens ihret vorgesetzten Be- hörden erfreut. 124 ma) Pn eele r e ee eee

Mit stillem Danke gegen die Vorsehung und mit treuer Anerkennung dessen, was durch die Stadt Berlin sowie durch die hohen Behörden und andere Wohlthäter für die Anstalt auch in diesem Jahre geschehen ist, schliessen daher Lehrer und Schüler dieses Jahr ab.. 1 nae 4 Namentlich fühlt sich auch der Director verpflichtet, für das ihm persönlich ge- wordene Vertrauen des Königlichen Hohen Geistlichen Ministerii*) und für die ihm be- wiesene Huld Sr. Majestät unsers allergnädigsten Königs**) ehrerbieligsten Dank aus- zusprechen. Das in dieser Zeit erfolgte Ausscheiden des hochyerehrten Herro Oberpräsidenten v. Bassewitz Excellenz aus seiner amtlichen Thätigkeit ist, wie für die höhern Kreise sei- nes ausgebreiteten Wirkens, so auch für das Real-Gymnasium ein tiel empfundenes Ereig- niss. Seit der Begründung desselben im Jahre 1824 bat dieser hochgestellte Staatsmann mit thätigem Wohlwollen dasselbe gefördert und den öffentlichen wie auch aussergewöhnlichen Prüfungen der Schüler aufmunternd Theilnabme bewiesen. Das dankhare Anqenken an die vielen Beweise seiner Güte verbindet sich mit dem innigsten Wunsche für eineh heiteren Lebensabend des Hochverdienten. Möge es der Anstalt gelingen, wie es ihr Bestreben sein wird, auch das Vertrauen seines Hochgeehrten Herrn Nachfolgers zu verdienen.

Am 25. Oktober v. J. wurde der emeritirte Director des früher Vereinigten Berli- nisch-Cölnischen Gymnasiums, der Königliche Consistorialrath und Ritier des rothen Adler- ordens 3ter Klasse, Herr Dr. Johann Joachim Bellermann von seiner irdibehen Lauf- bahn abgerufen, die er durch ein fast neunzigſäbriges, in feder Hlinsicht segehsreiches und gesegnetes Leben bezeichnet hat. Die Hauptmomente seines vielseitigen Wirkens sind von seinem Nachfolger am Berlinischen Gymnasium***) mit der innigen Theilnabme geschildert, die sich jedem aufdrängte, der dem würdigen Greise nahe stand und seine vielseitige Gelehr- samkeit, unermüdliche Pflichttreue, Frische des Geistes, Tieſe des religiösen Sinnes, hinge- bende Liebe des Gemüthes, kurz alle die schönen Züge kennen gelernt hatte, die jetzt in unserer Erinnerung das vollendete Bild des väterlichen Lehrers bewahren. Zwanzig Jahre

*) Sr. Excellenz der Königliche Staats-Minister Herr Eichhorn bewilligte demselben im Juli v. J. eine Beihülfe zu einer Reise durch Süd-Deutschland, wodurch ein längst gehegter, mit dem In- teresse der ihm auvertrauten Anstalt eng verknüpfter Wunsch, die polytechnischen Anstalten in

Wien, München, Stuttgart und Karlsruhe näber kennen zu lernen, Befriedigung fand.

**) Sr. Majestät geruhte am 28. Jan. d. J. demselben den rothen Adlerorden 4. Klasse allergnädigst zu verleihen.

.) Einladungsschrift zur Feier des Wohlthäterfestes am Berlinischen Gymnasium vom Director Dr. Ribbeck. Berlin 1842.

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