Das Jahr 1840. ist für unser Vaterland ein bedeutungsvolles gewor- den. Von der Freude, die es durch den Rückblick auf eine ruhmvolle Vergangenheit hervorrief,— von dem Schmerze, der alle Gemüther bei dem Hinscheiden des allgeliebten Königs ergriff,— von der Emporrichtung aus diesem tiefen Schmerze durch das Begeisterung erweckende und zu den schöunsten Hoffnungen erhebende Wort, welches das Vaterland aus dem Munde seines neuen Beschützers vernahm:— von allen diesen tief er- greifenden Eindrücken sind auch die Gemüther des heranwachsenden Ge- schlechts lebendig bewegt worden. Das Andenken an diese wichtigen Tage wird sich in allen durch das ganze Leben erhalten und um so herrlicher verklären, je mehr die Zukunft die Erfüllung der Hoffnungen bringen wird, mit denen das verhängnissvolle Jahr abgeschlossen hat.
Durch die Verbindung mit so grossen Momenten der Erinnerung wer- den für die Zöglinge des Real-Gymnasiums auch die nachfolgenden Reden und Gedichte Werth behalten, die diesmal statt einer wissenschaftlichen Abhandlung in dieser Einladungsschrift ihre Stelle finden.
Das Fest der Erinnerung an Friedrich den Grossen, der vor hun- dert Jahren den Thron bestieg, wurde von Lehrern und Schülern am 1. Juni früh 8 Uhr begangen. Die Hauptrede hielt der Herr Proſessor Krech. Die Gedichte wurden in der Ordnung, wie sie hier angedeutet sind, von den Schülern der Anstalt Friedrich Jacobi, Carl v. Hoch- stetter, Eduard v. Peuker, Wilhelm Beetz, Bernhard v. Studnitz, Fritz Appelius vorgetragen. Die nach der Verordnung Eines Hochedlen Ma- gistrates an alle Schüler der Stadt vertheilte Erinnerungsschrift, die Stif- tung der Friedrichsgabe, für tüchtige junge Gewerbsleute zur Unter- stützung auf ihren Reisen bestimmt, und die Anweisung einiger der


