Aufsatz 
Erinnerungen an J. J. Winckelmann / von [Adolf] Krech
Entstehung
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Disciplin die besten Erwartungen hegen liessen. Um so schmerzlicher war Lehrern und Schülern das so frühe und unerwartete Hinscheiden desselben. Ein hitziges Nervenfieber, das in Gehirn-Entzündung ausartete, raffte ihn am 24. Julius v. J. in der Blüthe seiner Jahre und am. Beginn einer ehrenvollen Laufbahn dahin.

In diesem Jahre sind zur Ableistung des gesetzlichen Probejahrs bei dem Real-Gymnasium als Schulamtskandidaten eingetreten:

1) Gustav Leop. Staedler aus Berlin, woselbst er, auf dem Friedrich-Wilhelms- Gymnasium vorgebildet, in den Jahren 1828 31 sein philosophisches Universi- täts-Triennium absolvirt und im April 1834 die Lehrerprüfung bestanden hat.

2) Wilh. Heinr. Moritz Thilenius aus Wiesbaden, auf dem Gymnasium zu Weik purg ausgebildet, in den J. 1821 24 in Götlingen und später von 1825 30 auf der Universität zu Berlin behufs seiner philosoph. Studien inmatriculirt, und im August d. J. 1824 von der Königl. Wissensch. Prüfungs-Commission geprüft.

Besondern Dank statte ich noch dem Hrn. Schulamtskandidaten Kreyenberg ab, der nach dem Tode des Herrn Gottheiner mit grosser Bereitwilligkeit die Lehr- stunden desselben übernahm und den Verlust durch das unmittelbare Fortsetzen der begonnenen Lehrcurse für die Schüler weniger fühlbar machte.

Zugleich habe ich hier noch zu bemerken, was im vorjähr. Programm durch Versehen übergangen war, dass die Anstalt von Ostern 1833 bis dahin 1834 auch durch die Thätigkeit des Herrn v. Gruber, damaligen Collaborators am Berlinischen Gymnasium, jetzigen Conrectors zu Stralsund, unterstützt wurde, indem derselbe griechische Stunden in Tertia, deutsche und geographische in Sexta ertheilte.

D. Schülcer.

Von den 388 Zöglingen der Anstalt sind uns zwei im abgelaufenen Jahr durch den Tod entrissen worden.

1) Gustav Wilhelm Alexander Taddel, Sohn des Herrn Ober-Landesgerichtsraths Taddel alhier, welcher seit dem Februar die Quinta-Classe besuchfe und sich durch ein reines kindliches Gemüth den Lehrern werth gemacht, auch durch guie Anlagen schöne Erwartungen erregt hatte, erkrankte am 18. August, anscheinend leicht in Folge einer Erkältung, und starb am 228ten Nachmittags 2 Uhr an den Folgen einer Zwergfell-Entzündung in einem Alter von noch nicht 12 Jahren.

2) Carl Friedrich Rudolph, Sohn des Kaufmanns Herrn Rudolph alhier, der im September 1833 in Sexta aufgenommen und ein Jahr darauf nach Quinta vorge- rückt war, ebenfalls ein wohlgezogener und lernbegieriger freundlicher Schüler, verschied nach kurzem Krankenlager am 24. Februar d. J. an einem Lastrischen Fieber.

Je mehr beide Schüler auch ihren Lehrern werih geworden, desio tiefer wür- digen diese den Schmerz der durch ihr Hinscheiden tief gebeugten Eltern.