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der eifrigen Fürsorge dieses hochgeehrten Scholarchen erfreut, der zuerst neben der Gründung der jetzt blühenden Gewerbschule auch die Einrichtung des Real-Gym- nasii bei dem Hochedlen Magistrate erfolgreich beantragt hatte. Die Anstalt ver- dankt seinem einsichtsvollen Rathe visle zweckmässige Einrichtungen, seiner wohl- wollenden Verwendung einen bedeutenden Theil der Hülfsmittel, die ihr in dieser Zeit geworden sind, und wird, durch so viele und grosse Verdienste erinnert, das Andenken an den Urheber derselben mit dauernder Anerkennung bewahren.
Einen schmerzlichen Verlust erlitt die Anstalt mit allen übrigen städtischen Schulen durch den am 258ten Januar d. J. erfolgten Tod eines ihrer Gymnasiarchen des Königl. Regierungs- und Stadt-Schulraths, Ritters des r. A. O. III. Cl. Herrn Dr. Carl Wilhelm Ferdinand Reichhelm, der sich seit seinem Eintritte in sein letztes Amt des Real-Gymnasiums mit derselben Liebe annahm, mit welcher er das gesammte städtische Schulwesen umfasste. Das Wirken des uns zu früh entrissenen Manpes während der letzten neun Jahre, in denen Berlin ihn an der Spitze der städtischen Unterrichtsangelegenheiten sah und seine Sorge für Gründung, Ausstattung und Einrich- tung der Stadt- und Armenschulen dankend anerkannte, ist, wie sein milder versöhnli- cher Charakter, in frischem Andenken. Hier daher nur kurze Andeutungen der frühe- ren Momente seines Lebens. Carl Wilhelm Ferdinand Reichhelm, am 12ten Februar 1791 zu Altdamm bei Stettin geboren, wo sein Vater Bürgermeister und Polizeidi- rector war, genoss nach häuslicher Vorbereitung den ersten, durch lange den Augen Gefahr drohende Krankheit unterbrochenen, Ünterricht auf der dortigen Stadtschule und später auf dem Gymnasium zu Stettin unter Direction des Herrn Schulrath Koch und bezog zu Ostern 1810 die Universität Königsberg, nachdem er abermals ein böses langwieriges Fieber überstanden hatte. Hier widmete er sich, oft wieder ein- tretender Kränklichkeit trotzend, eifrig vorzugsweise theologischen, mit nicht minderem Fleiſse aber auch philosophischen, philologischen, historischen und mathematischen Studien unter Krause, Vater, Walch, Lobeck, Hüllm ann, Bessel, Herbart, und fand fortdauernd wissenschaftliche Anregung in Vereinen mit gleichgesinnten Commilitonen, auf die er selbst fördernd einwirkte. Nach Beendigung des akademi- schen Trienniums und bestandener Oberlehrerprüfung übernahm er die ihm vom Kö- nigsbergischen Magistrate angetragene Conrectorstelle an der Kneiphöfischen höhern Bürgerschule, und beschäftigte sich während der dreijährigen Thätigkeit in diesem Amte mit seinem frühern Hauptstudium, wie seine in dieser Zeit abgelegten theolo- gischen Examina darthun. Im Jahre 1816 wurde er bei der Brombergischen Regie- rung als Schaulrath angestellt und, zum Mitgliede des dortigen Consistoriums ernannt, mit der obersten Leitung und Gründung niederer und höherer Schulen(z. B. des Brombergischen Gymnasiums 1818) in diesem Regierungsbezirk beauftragt. Im Jahre 1817 ertheilte ihm die Universität Königsberg die philosophische Doctorwürde, und im Jahre 1826 zeichnete ihn Sr. Majestät der König durch Verleihung des rothen


