Von Vögeln: Strix Otus und flammeh, Fringilla domestica var.
Von Conchilien wurden 295 Stück Süßwaſſermollusken angeſchafft; endlich eine Anzahl Petre⸗ facten und Mineralien.
Mit Geſchenken iſt das Kabinet reichlich bedacht worden: Graf Matuſchka gab einen Goldfaſan, Candidat Ullbrich in Görlitz eine Haſelmaus, von Micielski aus V. b. eine bedeutende Mineralien⸗ ſammlung und einen Strombus Lambis, Elvenich aus VI. b. eine Murex, Freund aus V. a, eine Anzahl Muſcheln, Pauli aus III. a. mehrere Eier, von Olczowski aus IV. b. einen Schwarzſpecht.
Der phyſikaliſche Apparat wurde, außer mehrern kleinern Gegenſtänden vermehrt mit einem Danielſchen Hygrometer, einem Bohnenbergerſchen Kugelapparat, einem Anorthoſiop, einem Stereoskop, einer magnetoelektriſchen Rotationsmaſchine. 3—
Der geographiſche Apparat erhielt an Ohmannſchen Wandkarten die öſtliche und die weſt⸗ liche Hemiſphäre, Europa und Deutſchland; ferner Adamys Wandkarte von Schleſien, Freyhold's hiſtoriſch⸗geographiſchen Atlas, und als Geſchenk die Forchhammerſche Karte und Beſchreibung von Troja.
Die Vermehrung des Zeichenapparates brachte dieſen auf faſt 1500 Vorlegeblätter; auch die Muſikalienſammlung ward theils durch Ankauf neuer Piecen theils durch Ausſchreiben von Stimmen vermehrt..
III. Unterſtuͤtzung armer Schuͤler.
1) Stipendien.
Mit gleicher Munificenz wie im vorigen Jahre hat das Hochwürdige Domkapitel wieder an 120 Schüler mit ungefähr 3000 Rthlr. Stipendien aus den, ſeiner Verwaltung übergebenen Fonds, betheilt. Mögen die Empfänger die große Wohlthat im Sinne der edlen Stifter und Verwalter dieſes Fonds anwenden. Sehr vielen armen Schülern wäre ohne dieſe Hilfe die Bahn der Studien ver⸗ ſchloſſen geweſen. Acht Gymnaſiaſten erhielten aus den, unter der Verwaltung des Königl. Provinzial⸗ Schul⸗Collegiums ſtehenden Fonds eine kleine Unterſtützung und auch dies Jahr wurden wieder die Schulgelder⸗Reſte einer großen Anzahl Schüler niedergeſchlagen. Der Director präſentirte auch dies Jahr wieder 18 Schüler zum Empfang des Oberg'ſchen ſogenannten Schulſtipendiums und vertheilte das Jungnitz'ſche Stipendium an zwei andre, von denen einer dem Stifter entfernt verwandt war. Ganze Freiſchule erhielten 70 Schüler, eine größere Zahl einen Erlaß von einem Drittheil bis zur Hälfte des Schulgeldes. Aus dem Eduard'ſchen Legate wurden dies Jahr das erſtemal armen Schülern einige Schulbücher gegeben.
2) Die Gymnaſial⸗Krankenkaſſe. In dem Jahre von Johannis 1850 bis eben dahin 1851 iſt eingekommen:
1) An Zinſen von Kapitalien..... 89 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf. 2) An freiwilligen Beiträgen..... 195 ⸗ 15 ⸗ 10 ⸗ 3) An Legaten und Schenkungen. 2 ⸗ 15 ⸗— ⸗ Summa 287 Rthlr. 4 Sgr. 7 Pf. Dazu der Beſtand............. 35*⸗ 1 ⸗ 10 ⸗
Hauptſumma 322 Rthlr. 6 Sgr. 5 Pf.


