Aufsatz 
De rebus Corcyraeorum : P.1. / Jos. Janske
Entstehung
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je 10, in Sexta a. und b. 9, im Griechiſ chen in Prima n. 8, in Prima h, in Secunda a. und b, Tertia a. und b, je 10, in Quarta a. und b. je 9; im Franzöſiſchen in Prima n. 8, in Prima b. 9, in Secunda a. 8, in Secunda b. und beiden Abtheilungen von Tertia je 10, in beiden Abthei⸗ lungen von Quarta je 9.

Störungen hat der Unterricht leider ſehr viele erlitten, theils durch Erkrankungen von Leh⸗ rern, theils durch den Einfluß der ſtaatlichen Verhältniſſe, theils endlich und vorzüglich durch die beiden Cholera⸗Epidemieen, welche mit einer faſt ganz in die Oſterferien fallenden Unterbrechung das ganze Schuljahr hindurch gewüthet und auf ihren Höhepunkten im Januar und Juni die Ab⸗ reiſe ſehr vieler Schüler veranlaßt haben. So iſt erklärlich und zu entſchuldigen, wiewohl ſehr zu beklagen, daß das Ziel nicht ganz erreicht werden konnte.

Längere Zeit waren durch Krankheit an ihre Schulthätigkeit gehindert die Oberlehrer Ka⸗, bath und der Profeſſor Schmölders, kürzere Unterbrechungen durch Krankheit kamen mehrfach vor. Der Direktor war 5 Wochen abweſend, indem er der vom Miniſterium angeordneten Schul⸗Conferenz in Berlin, in Folge der ehrenvollen auf ihn gefallenen Wahl ſeiner ſchleſiſchen Collegen, beiwohnte. Zwei Lehrer, der Ordinarius von Quarta b. Idzikowski und der Vertreter des Ordinariats von Serta b. Wahner wurden zu Pfingſten als Offiziere zur Landwehr einberufen, kurz vorher war der Ordinariatsvertreter von Sexta a. Dr. Resler als Collaborator nach Oppeln verſetzt worden, ohne daß es bald gelingen wollte, Aushilfe an ihrer Stelle zu bekommen. Die Stunden der Collegen Idzikowski werden jetzt noch großentheils vom Director und einigen Lehrern vertreten. So iſt es gekommen, daß nicht nur manche Stunden haben zeitweiſe ausfallen, andere combinirt werden müſ⸗ ſen, ſondern daß auch in beiden Sexta, wo es gewiß am ſchädlichſten iſt, ein ſolcher Lehrerwechſel eingetreten iſt, daß dieſe Schüler in jeder Abtheilung 4 verſchiedene Lehrer nach einander in denſel⸗ ben Gegenſtänden gehabt haben, wahrlich nicht zu ihrem Beſten! Auch die zweimaligen Wahlen, an der eine Anzahl Lehrer als Wahlmänner betheiligt waren, brachten manche Störungen. Hierzu traten die Aufregungen, welche zu manchen Zeiten die Zeitverhältniſſe in der Stadt ſelbſt mit ſich brachten, und die nicht ohne Wirkung auf die Schüler blieben, wiewohl wir dieſelben nach dem Beſchluſſe der Lehrer⸗Conferenz möglichſt von der Theilnahme an discutirenden Ver⸗ ſammlungen jeder Art zurückhielten, ſelbſt auf die Gefahr hin, deshalb von einer Seite her, wie dem Direktor geſchehen, in ſeiner Catholicität verdächtigt zu wer⸗ den. Kann ein Vernünftiger Zweifel darüber hegen, ob Schüler in eine Verſammlung gehören, wo es möglich iſt, daß über ihre Lehrer oder gar ihren Director öffentliche Urtheile gefällt werden, und wo ſie über dieſelben mit zu Gerichte ſitzen?

An der kirchlichen Seelſorge hat es unſern Schülern nicht gefehlt. Der Gottesdienſt an Wochen⸗ wie an Sonn⸗ und Feiertagen hat ohne Unterbrechung regelmäßig abgehalten werden kön⸗ nen. Alle Schüler haben viermal die heil. Sacramente der Buße und des Altars, viele auch die heil. Firmung empfangen. In die Vorbereitung zur erſten Communion haben ſich die beiden Re⸗ ligionslehrer getheilt und hat Religionslehrer Kühn am 2. Mai 24 Schüler zum erſten Male zur heiligen Communion, am 24. Juni Religionslehrer Runkel 27 zur heil. Communion, 12 nur zur heil. Beichte geführt.