Aufsatz 
Über den Zweck von Aristophanes Thesmophoriazusen / Julius Zastra
Entstehung
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Sonnabend den 21. August von 9 ½ Uhr an findet die Schlußfeierlichkeit in nachſtehender Art ſtatt: 1) Vater unſer von F. E. Fesca. 2) Vorträge ſelbſt ausgearbeiteter Reden des Abiturienten Robert Janke aus Breslau: Ueber die Urſachen, warum viele dem Studium der alten Klaſſiker entgegen ſind; lateiniſch; des Abiturienten Johann Kuſchel aus Breslau: Warum waren die Römer in Geſchichte und Beredſamkeit weniger, als in den übrigen Wiſſen⸗ ſchaften von den Griechen abhängig; lateiniſch; des Abiturienten Hermann Schedler aus Breslau: Ueber den Ausſpruch des Horaz: Aut prodesse volunt aut delectare poetae; deutſch; derſelbe nimmt zugleich im Namen der Abgehenden von der Anſtalt Abſchied; des Primaners Anton Steinmetz aus Breslau: Wodurch rechtfertigt ſich die Vorliebe für das Alterthum in dem Studienplane eines Jünglings; deutſch; derſelbe ſagt zugleich den Abgehenden Lebewohl im Namen der Zurückbleibenden; 3) Chor aus der Cantate: Die Macht der Töne, von P. Winter; 4) Der Director wird die Abiturienten entlaſſen, die Prämienempfänger aufrufen und die Verſetzung bekannt machen; 3 5) Schlußgeſang von Gottfried Weber. Die Ferien enden den 3. October. Die beiden nächſten Tage, Montag der 4. und Dinstag der 5., ſind zur Anmeldung der neuen Schüler, zur Vorſtellung aller Schüler bei ihren reſp. Lehrern und zur Einzahlung des vierteljährlichen Schulgeldes beſtimmt. Mittwoch den 6. October wird das Schuljahr mit einem Hochamte und dem Veni sancte spiritus er- öffnet werden, worauf der Director ſämmtliche Schüler mit ihren Pflichten und den Schulge⸗ ſetzen bekannt machen und ſodann die Prüfung derjenigen Schüler abgehalten werden wird, die zu einer ſolchen entweder verpflichtet oder berechtigt ſind. Solche junge Leute, welche aus der unmittelbaren Nähe einer Gymnaſialſtadt oder gar aus einer ſolchen gebürtig ſind, können nur unter Angabe genügender Gründe die Aufnahme auf hieſiges Gymnaſium ſich verſprechen. Schüler, die von andern Gymnaſien unmittelbar abgegangen ſind, dürfen nur in die Klaſſe geſetzt zu werden erwarten, in welche ſie die frühere Schule geſetzt hat; eine mehr⸗ monatliche Entfernung von der Schule würde aber eine vorgängige Prüfung nicht nur geſtatten, ſondern ſelbſt erfordern. Neue Schüler, die nach Serta einzutreten begehren, aber mit ſchlechten Zeugniſſen über ihre Vorbildung verſehen ſind, haben die Zurückweiſung zu gewärtigen. Kein neuer Schüler kann zu einem niedrigern Schulgelderſatze als 12 rthl. jährlich angenommen werden; nur die Söhne unbemittelter Landſchullehrer machen davon eine Ausnahme. Zu den vorſtehend angeführten Prüfungen und der Schlußfeierlichkeit ladet alle Hohe Vorgeſetzten, die Gönner und Freunde der Anſtalt und des Schulweſens überhaupt und die Eltern und Angehörigen ihrer Anſtalt ergebenſt ein

der Director des Königl. Gymnaſiums Profeſſor Dr. Wiſſowa.