SPätherbst.
Feucht atmet der Wald. Herbstnebelgewebt Ein graugrüner schleier die Tannen umschwebt.
Rot leuchtet der Moosgrund vom Buchenlaub. stumm schleicht durch die stämme der Tod auf Raub.
Ein Rieseln von Nadeln wie silber erklingt,
Wenn keck im Geäst sich das Eichhörnchen schwingt. Ein Windstoß: Gelbseidenes Blättergelock
stiebt leis von der Birke wie schneegeflock.
Der Tritt einer Meise: Und todesmatt schwebt nieder ein rostbraunes Buchenblatt.
Kein Klagen, ein stummes im Winde Verwehn: so wunschlos, so still möcht' von dannen ich gehn.
natur.
sie sagen, Natur sei stumm wie stein, Von unserem Fühlen nur Widerschein:
Es laure ein starres Medusengesicht Verborgen im schleier: ich glaub' es nicht.
Der Tannen Rauschen, der Drossel schlag, Die Heckenrose im lenzgrünen Hag,
Des Falters schiller im sonnenlicht: 's ist nicht nur des Menschen eignes Gedicht.
Des Höchsten stimme bald heimlich traut Um uns erklinget, bald mächtig und laut.
Und wie wir's auch deuten und wie wir's verstehn: Wir sind nur ein Teilchen vom Weltengeschehn.
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