Aufsatz 
Studien zum Thukydides / von Carl Schmelzer
Entstehung
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liche ſchriftliche Uebungen, meiſt Extemporalien. Lectüre: Herodot v. Weller, der kleine Livius v. Rothert 16. Nep. Aristid., Cim., Pausan., Lysand., Thrasyb. Im S. Leo, im W. Genz.

3) Franzöſiſch. 5 St. Ueberſetzen aus Herrig's Premières Lectures. In der Grammatik Wiederholung des Penſums von Quinta, Exercitien und Extemporalien. Michaelis.

4) Religion. Combinirt mit Quarta gymn.

) Mathematik und Rechnen. 6 St. Elemente der Planimetrie mit Uebungen im Gebrauch des Zirkels und Lineals. Grundlehren über Kreis und gradliniges Dreieck. Von den Vierecken, vorzugsweiſe von den Pa⸗ rallelogrammen. Nach Kambly's Elementarwerk II. Theil. Weitere Ausführung der Regeldetri. Prozent⸗ und

Waarenrechnung. Theilungs⸗ und Miſchungsrechnung. Theilbarkeit der Zahlen, Flächenberechnung, Ausziehung

der Quadratwurzeln. Kleinert.

6) Naturbeſchreibung. 2 St. Im S. Uebung im Beſtimmen lebender Pflanzen nach Klaſſe und Ordnung des Linne'ſchen Syſtems. Zuſammenſtellung einzelner Gruppen zu natürlichen Familien. Ju W. das Wich⸗ tigſte vom inneren Bau des Menſchen, dann ſyſtematiſche Beſchreibung der Wirbelthiere mit ihren Ordnungen und Familien unner Benutzung theils von ausgeſtopften Exemplaren, theils des naturhiſtoriſchen Atlas von Gold⸗ fuß. Hamdorff.

7) Geſchichte und Geographie. 4 St. a) Römiſche und deutſche Geſchichte bis zum Schluß der Kreuz⸗ züge nach Dielitz Grundriß. b) Die alte Welt(Länderkreis des Mittelmeeres mit Rückſicht auf alte und neue Eintheilung); Deutſchland und die Elemente der mathematiſchen Geographie nach Voigt's Leitfaden. Kleinert.

8) Zeichnen. 2 St. Freihandzeichnen nach Vorlagen und Uebungen im Naturzeichnen. Die wichtigſten Regeln der Parallel⸗Perſpective. Pieritz. 9) Schönſchreiben. 2 St. Uebungen zur Aneignung einer regelmäßigen und feſten Handſchrift. Pieritz.

Unterricht im Geſange. Erſter Char 2 St. Vierſtimmige Geſänge: Volkslieder, Motetten, Hymnen, Choräle ꝛc. Stimmübungen. Fleiſcher. Zweiter Chor. 2 St. I. Uebungen a) zur Bildung der Stimme; b) zum Singen nach Noten. II. Einübung. zweiſtimmiger Choräle und Lieder nach dem Gehör. Fleiſcher. Dritter Chor. 2 St. I. Uebungen a) zur Bildung der Stimme, b) zum Singen nach Noten. II. Einübung einſtimmiger Choräle und Lieder. W. Fleiſcher.

Faenltativer Zeichenunterricht für die Schüler der drei oberen Claſſen.

Tertia(mit Secunda und Prima combinirt). Freihandzeichnen nach Vorlegeblättern. Anwendung der Eſtampe und Zeichnen mit 2 verſchiedenen Kreiden. 2 St.

Secunda und Prima. Uebungen im Baumſchlag(nach Alex. Geyer, M. Calame ꝛc.) im Zeichnen von Thieren u. menſchlichen Figuren, beſonders aber von in zwei verſchiedenen Kreiden ausgeführten Köpfen. Uebungen im Laviren mit chineſiſcher Tuſche und Sepia(nach Naturſtudien von C. Obach), ſowie im Aquarellmalen. Weitere Entwickelung der perſpect. Regeln. Aus der Lehre von Licht und Schatten die hauptſächlichſten Regeln. 2 St. Pieritz. Es nahmen am Unterricht Theil:

a) im Sommer 3 Primaner, 9 Sekundaner, 17 Tertianer. Zuſammen 29 Schüler. b) im Winter 3 Primaner, 9 Sekundaner, 16 Tertianer. Zuſammen 28 Schüler.

Turnunterricht,

Jede Turnabtheilung 2 St. Der Unterricht iſt auch für die Schüler der Vorſchule verbindlich, die klaſſen⸗ weis, d. i. in drei Abtheilungen turnen. Die Schüler des Gymnaſiums bildeten vier Turnabtheilungen und zwar Prima, Secunda und die beiden Tertia die erſte, die beiden Quarta die zweite, die beiden Quinta die dritte und die beiden Sexta die vierte. Bei den Schülern der Vorſchule trat zuweilen zu den Frei⸗ und Ordnungsübungen der Freiſprung, der Hang, der Stütz und das Klettern als Maſſenübung hinzu. Gymnaſiaſten und Realſchüler turnten neben regelmäßigen Frei⸗ und Ordnungsübungen ſowie Uebungen mit Stab und Hantel vorherrſchend in Riegen an Geräthen. Müller.

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