Aufsatz 
Beiträge zur Übersicht der kurhessischen Flora : a) die Gefäßpflanzen von Hofgeismar, b) Nachträge zu Hoyer's Flora der Grafschaft Schaumburg
Entstehung
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welche im vierten Semester die Prima besuchen, sowie von Carl Kessmann aus Rothen- burg, welcher sich in der letzten Zeit durch Privatstudien vorbereitet hatte. Die schrift- liche Prüfung ward auf die Tage vom 13 18. März, die mündliche Prüfung dagegen auf den 24. und 25. März festgesetzt.

Durch Allerhöchste Entschliessung, welche in einem hohen Ministerialrescript vom 15. Januar zur N 360 Pr. zur Kenntniss gebracht wurde, erhielt der Schulamtscandidat Reinhard von Dalwigk die Erlaubniss, als Praktikant beim hiesigen Gymnasium ein- zutreten. Derselbe ist geboren zu Cassel am 21. März 1820. Von Michaelis 1833 an bis Ostern 1841 besuchte er das Gymnasium zu Marburg, unterzog sich mit gutem Erfolge der Maturitätsprüfung daselbst und widmete sich hierauf 3 Semester hindurch den Stu- dien der Rechtswissenschaft auf der vaterländischen Universität. Die Vorliebe zum Stu- dium der Geschichte und der damit verbundenen Wissenschaften bewirkte jedoch, dass er mit Aufgebung des früheren Planes sich den genannten historischen Fächern und den neueren Sprachen ganz zuwandte, Ostern 1843 die Universität zu Bonn, ein Jahr später die zu Berlin besuchte, und nach der Rückkehr nach Marburg(Michaelis 1844) seine Stu- dien absolvirte, so dass er am 17. Decbr. 1846 die für Candidaten des Schulamtes vor- geschriebene Prüfung, namentlich in der Geschichte und Geographie als von ihm gewähl- ten Hauptfächern, in den neuern Sprachen aber als besonders zu berücksichtigendem Nebenfache bestand.

In Bezug auf die Lehrverfassung wurde durch hohes Ministerialrescript vom 9. Septbr. 1847 zur NE 8272 Pr. sämmtlichen Gymnasial-Directoren zur geeigneten, nach den gesammteu Verhältnissen der einzelnen Gymnasien zu bemessenden und zu begränzen- den Berücksichtigung bei der Aufstellung der Lectionspläne empfohlen:

1) dass der gesammte Unterricht des Lateinischen und des Griechischen in einer jeden Klasse, namentlich der untersten Lehrstufe, wo möglich, dergestalt ertheilt wird, dass derselbe sich in den Händen eines einzigen Lehrers befinde;

2) dass sowohl im Lateinischen, als auch im Griechischen möglichst wenige Schrift- steller neben einander gelesen werden, so zwar, dass bei eintretendem Wechsel neben dem griechischen Prosaiker ein lateinischer Dichter, oder umgekehrt neben einem lateinischen Prosaiker ein griechischer Dichter gelesen werde;

3) dass Geometrie und Arithmetile nicht neben einander, sondern abwechselnd von 3 zu 3, oder von 6 zu 6 Monaten nacheinander gelehrt werden;

4) dass Geographie und Naturgeschichte in sämmtlichen oder den einzelnen Klassen, wo möglich, in die Hände eines und desselben Lehrers gelegt und ebenfalls suc- cessive gelehrt werden. 4