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6. aus Sexta 11: L. Fahrenthold, L. Streuber, C. Güthe, A. Freitag, W. Töpfer, F. Gie- belhaus, A. Pegel, H. Brix, A. Presso, G. Günther, L. Hänisch. Einen unserer Schüler verloren wir durch den Tod, nimlich den Primaner Franz Lin de aus Luckau, welcher am 7ten März d. J. im 228sten Lebensjahre an der Lungenschwind- sucht starb. Seit drei Jahren unsrer Anstalt angehörig hatte er sich durch mühsamen Fleiss von Unter-Tertia bis zur ersten Classe emporgearbeitet, und bei seiner redlichen Gesinnung liess sich erwarten, dass er für den erwählten Beruf— er gedachte sich dem geistlichen Stande zu widmen— eine wohlgenigende Vorbildung unter uns gew anders über ihn beschlossen; im December v. J. erkrankte er und bald war das nun erfolgte traurige Ende dieser Nrankhcit vorauszuschen. Mögen seine Angehörigen sich an dem Troste, welchen der Glaube gewährt, erheben; unter uns aber eine liebevolle Erinnerung an den Frübentschlafenen sich erhalten. 8
innen würde. Indessen war es
Mehr Verluste so betrübender Arl zu befürchten, hätte die verheerende Krankheit uns wohl veranlassen können, welche im Herbste vorigen Jahrs in nuserer Stadt Sch verbreitcise Um so stärker fühlen wir uns zum frommen Danke dafür aufgefordert, dass kein Lechrer oder Schüler der Anstalt von jenem Uebel ergrilfen worden ist. Zwar traf zwei unster Zög- linge das traurige Loos, dass sie, noch im Kindesalter, ihrer Väter und Versorger qurch die damals herrschende Krankheit beraubt wurden; aber indem wir dieser schmerzlichen Preig⸗ nisse mil wehmüthiger Theilnahme gedenken, müssen wir doch zugleich freudig die königliche Huld verchren, welche sich der Verwaisten hülfreich und grossmüthig angenommen haf
Uebrigens ward auch nicht einen Tag, jener Krankheit wegen, der geregelte Lauf unsrer Lectionen unterbrochen, und dass wir zu einer solchen Unterbrechung nicht ermächtigt oder genöthigt waren, konnte uns nur höchst willkommen und dankenswerth erscheinen, da die Gefahr der Ansteckung bei ruhiger Fortdauer unsrer Zusammenkünſfte ungewiss, der vielfach verderbliche Einfluss dagegen, den ein Stillstand in unsern gemeinsamen Beruſsarbeiten ge- habt haben würde, gar nicht zu bezweifeln war. Die Uebereinstimmung des Verfahrens der Schulbehörden in dieser Beziehung mit der Ansicht des Publicums hat sich auch dadurch be- währt, dass die Eltern unsrer hier einheimischen Zöglinge— mit wenigen, durch eigenthum- liche Verhältnisse herbeigeführten Ausnabmen— ununterbrochen ihre Söhne den Unterricht pesuchen liessen, dagegen es freilich ganz natürlich war, dass auswärts wohnende Eltern ihre Kinder wenigstens einstweilen zuriicknahmen. Eine Abnahme der Schiilerzahl war hiervon die nothwendige Folge, indessen ergicht sich doch aus der Vergleichung des vor- und dies- jährigen Bestandes,(261 und 253) dass die Frequenz unsrer Austalt während dieses Schul- jahrs nur um 8 sich vermindert hat.
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E. Lehr-Apparat des Gymnasiums und eingegangene Geschenke.
Auch in diesem Jahre ward für die Erhaltung und zweckmässige Vermehrung der Lehr- mittel des Gymnasü fortdauernd Sorge getragen. Für die Bibliothek ward unter andern 15⁵]


