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matik und übte die Schiiler im Lateinisch-Schreiben durch wöchentlich cinmal anzuſerligende Exercitien.— 2 andere Stunden verwendete zu latein. Extemporalien im 1sten Semester der Director Ribbeck, im 2ten der Professor Lange.— Der Prof. Jäkel erklärte in 2 St. ausgewählte Abschnitie aus Ovid's Metamorphosen(l. VI— X.) wobei er zugleich lat. Pro- sodie und Metrik vortrug und praktisch einübte.— Zusammen 9 lat. St.
Griechisch. 7 St. Der Prof. Jäkel las im 1sten Semester Xenophon's Oropaedlie, B. 7 und 8; im 2ten den 2ten Theil von Jaob's Lesebuche,(— XIII.) 3 St.— Der Prof. Engelhardt verwendete à St. w. theils auf die Erklärung von Homer's Odyssee«(B. 4 u. 5); theils auf die Wiederholung der gr. Formenlehre bis zu den in der Prosa üblichen verbis anomalis incl., ferner auf die Darstellung der wichtigsten syntactischen Regeln und die Ein- übung des Erlernten durch Versuche im Griechisch-Schreiben.
Deutsch. 2 St. Im Sommer liess der Hr. Prof. Brunnemann Uebungen im freien Vortrage, in schriftlichen Aufsätzen und in der Erklärung deutscher Classiker anstellen; im Winter leitete diese Uebungen der Schulamtscandidat Dr. Jungk, welcher zugleich über das logische Element der Darstellung und über die Eigenschaſten eines guten Stils im Allgemei- nen die Schüler belehrte.
Französisch. 2 St. Der Prediger St. Martin benutzte den prosaischen Theil des Nolteschen Handbuchs zur Lectüre und übte die Schüler durch schriftliche Arbeiten.
Hebräisch. Die Obertertianer, welche Hebräisch lernen, nehmen an dem, in dieser Sprache den Secundanern gegebenen Unterrichte Theil.
2. Wissenschaftlicher Unterricht.
Religion. 2 St. Der Prof. Jäkel gab eine Einleilung in die biblischen Bücher, trug die christliche Glaubens- und Sittenlehre vor und erklärte das Evangelium Lucae.
Mathematik. 4⁴ St. Im 1sten Semester trug der Prof. Benckendorff die geomelr. Lehre von der Gleichheit und Aechnlichkeit der Figuren und der Kreisrechnung vor; ferner in der Arithmetik den Abschnitt von den Verhältnissen und Proportionen mit Anwendung dieser Lehre auf Rechnungen des gewöhnlichen Lebens; sodann die Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren unbekannten Grössen.— Im 2ten Semester behandelte Prof. Dove- dasselbe Pensum mit Hinzufügung der Lehre von den arithm. und geom. Reihen, Kettenbrii- chen, dem Ausziehn der Würzeln und den Logarithmen.— In 2 ausserordentlichen Stunden wurden die Schüler, welche am Unterrichte im Hebräischen nicht Theil nahmen, vom Prof. Benckendorff in der Lösung mannichfacher geometrischer Auſgaben geüibt.
Geschichte. 2 St. Im 1sten Semester trug Hr. Prof. Brunnemann die Geschichte des Mittelalters vor; im 2ten der Dr. Jungk die Geschichte der neueren Zeit.(v. 1492 bis 1800.)
Physik. 2 St. Der Prof. Dove lehrte die Anfangsgründe der Optik und der physi- schen Astronomie.


