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den Franken unterworfen war, tödteten der Frieſen Anführer, mußten aber von dem Volke zurückgedrängt das Land wieder räumen ³⁰). Auch die Sach⸗ ſen mußten endlich unterliegen. Viele von ihnen, worunter auch Wittekind, flohen zu den Normännern 3³¹) und theilten denſelben ihren Haß mit gegen das Chriſtenthum und das damit verbundene Sklavenjoch, das Karl der Große ihnen aufdringen wollte.
Viele traurige Folgen brachte dieſer Haß den Nachkommen Karls; er zwar wußte noch den Wirkungen deſſelben vorzubeugen, deſto unglücklicher waren ſeine Nachfolger. Noch im Jahr 795 kamen die Dänen nach Fries⸗ land zurück und plünderten die Küſte; ihr Hauptzug gieng jedoch damals nach Irland, wo ſie ſich an mehreren Orten feſtſetzten 32), Um ſoviel als möglich den Sachſen, die(804) nach 32 jährigem Kampfe ſich in dem Frie⸗ den zu Salt(Selz oder Salz im Würzburgiſchen) ³³) unterworfen hatten,
hatte, beſtaͤtigte Dirk oder Dieterich I.(922) als Grafen von Holland; dieſe Grafſchaft wurde auf ſeine Nachkommen vererbt. So wurde Holland von Friesland getrennt. Wiarda Oſtfrieſ. Geſch. Th. I. S. 93 u. 127.
30) Depping. Th. I. S. 100.
31) Annales Loiseliani. ap. Du Chesne. T. II. p. 31. Eginh. Ann. ibid. p. 242. Mon. Egolism. ibid. p. 72. Ann. Metenses. Du Chesne. T. III. p. 282.
1 Ann. Bertiniani. ibid. p. 156.
32) Daß ſie ſich auch an andere fraͤnkiſche Kuͤſten wagten, beweiſt eine Stelle in den Briefen Alkuins, des gelehrten Vertrauten und Rathgebers Karls des Großen. Epist. 92.(Frobenii) T. I. p. 135. Paganae naves vero ut audistis, mulia mala fecerunt per insulas Oceani portibhns Aquitaniae, pars tamen ex illis periit, et occisi sunt in litore quasi centum quinque viri ex illis praedatoribus. Castigatio est magna horum eruptio, antiquis ignota tem- Poribus populo Christiano, quia forte vota non servant famuli Dei, quae vovere solent. S. Schloſſers Welt⸗Geſchichte. Th. II, 1. S. 417.
33) Schloſſer, Welt⸗Geſch. Th. II, 1. S. 418. Anm. p. läͤugnet dieſen Frieden. Rehm, Geſch. d. Mittelalters, Th. I. S. 639. meint dagegen, daß, wenn


