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Eroͤffnungsfrierlichkeit beſtimmt iſt. Da aber Verbeſſerungen in einer oͤffentlichen Lehranſtalt, welcher die wiſſenſchaftliche und ſittlich⸗religioͤſe Vorbildung der geſammten hoͤheren Staats⸗ diener des Herzogthums zunaͤchſt obliegt, nicht ohne vielfachen Einfluß auf das Gemeinwohl. des ganzen Landes bleiben koͤnnen;; ſo darf der guͤtigen Theilnahme des Publikums, die uns bei aͤhnlichen Veranlaſſungen nie gemangelt hat, auch dieſes Feſt vertrauensvoll empfohlen werden. Von Seiten der Anſtalt wird Alles geſchehen, was der Bedeutung des Tages angemeſſen erſcheinen kann, wie das nachſtehende Verzeichniß ergibt; und Herzogliche Landesregierung hat außerdem verfügt, daß die Herren Rectoren der Herzoglichen Landes⸗ Paͤdagogien den Feierlichkeiten beiwohnen ſollen. Auch hat Herr Lector Barbieux ein franzoͤſiſches Feſtgedicht gefertiget, welches beigedruckt worden iſt. Die Jahreszeit geſtattet fuͤr die Zoͤglinge der Anſtalt keine Ergoͤtzlichkeiten im Freien; daher hat Herzogliche Landesregierung denſelben auf beſonderes Anſuchen die Erlaubniß zu einem Balle gegeben, der am Abende des Feſttages im Saale der Caſinogeſellſchaft Statt finden ſoll, und wozu das Gymnaſium beſondere ſchriftliche Einladungen auszugeben ſich beehren wird.
Vormittags von zehn bis halb zwoͤlf Uhr im Verſammlungsſaale des Gymnaſiums.
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1) Choral. Aus dem oangeliſchen Kirchengeſangbuche Nro. 28:„Wie groß iſt des Allmaͤcht gen Guͤte ꝛc.“ V. 1. 4. 5. nach wigener Melodie.
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2) Lateiniſche Inaugurationsrede des Diitetore
3) Chorgeſang. Heilig von Rochlitz. 1. Heilig, heilig, heilig iſt Gott der Herr Zebaoth! Alle Lande ſind ſeiner Ehre voll.
4) Deutſche Feſtrede vom Herrn Profeſſor Haͤnle.


