90. Zinn, Heinrich 1895—1898. geboren am 13. 2. 1867 zu Heblos, besuchte bis zum 13. Jahre die Volksschule seiner Heimat, das Privatinstitut des Oberpfarrers Kullmann zu Lauterbach, die Gymnasien zu Fulda und Giessen, bestand die Reifeprüfung Frühjahr 1888, studierte auf der Landes- universität Theologie bis zum Fakultätsexamen Frühjahr 1892, besuchte dann ein Jahr das Predigerseminar, legte die Abschluss- prüfung im Sommer 1893 ab, seit Sept. 1893 Vikar, dann Ver- walter in Neu-Isenburg, übernahm am 27. 5. 1895 die Verwal- tung einer Lehrerstelle an der R. zu Friedberg, am 18. 12. 1897 zum Lehramtsassessor ernannt, zu Ostern 1898 an das L. G. G. zu Darmstadt versetzt, seit 21. 2. 1899 Verwalter, seit 26. 8. 1899 Pfarrer in Herbstein. Seine Musse benutzt er zu Forschungen und Arbeiten auf dem Gebiete der engeren Heimatkunde; es erschien von ihm 1912: Die Reformation und Gegenreformation in Herbstein und den ehemals landgräflichen und ritterschaft- lichen Orten des östlichen und südöstlichen Vogelsberges. 91. Grein, Konrad 1895. 92. Werner, Ferdinand 1895. geboren 21. 1. 1857 zu Nordheim, Reifeprüfung 1880, Fakultäts- prüfung(Rel., Gesch., Geogr., Deutsch) F. 1893, Einjähriger 1. 4. 1883— 1884, im pädag. Seminar N. G. Darmstadt seit Ostern 1893, dann Volontät am G. zu Worms; vom 12. 7. 1895 vertrat er 4 Wochen den zu einer militärischen Uebung ein- berufenen prov. Lehrer Müller, dann in Heppenheim(9. 1895), Worms G.(11. 1895), Assessor 12. 11. 1895, Rimbach(1896), Gernsheim(1897), Pfungstadt(1898); im April 1899 aus dem Schuldienste ausgetreten. Derzeitiger Aufenthalt ist uns unbekannt. 93. Völsing, Wilhelm 1895— 1904.
geboren am 17. 12. 1859 zu Darmstadt, besuchte zuerst das Institut Reinhardt, dann das Gymnasium, bestand die Reife— prüfung am 18. 9. 1878, studierte auf dem Polytechnikum zu Darmstadt und in Giessen Mathematik und Naturwissenschaften, war Einjähriger beim Inf.-Regt. 115 in Darmstadt vom 1. 10. 1883 bis 1884, bestand im November 1886 die Staatsprüfung, machte seinen Akzess an d. Rg. u. d. R. zu Darmstadt und blieb an diesen Anstalten als Volontär bis Ostern 1890. Inzwischen war er im Sommer 1889 zweiter Lehrer an der H. B. zu Pfungstadt und während zweier Winter Lehrer der Naturwissenschaften an der landwirtschaftlichen Winterschule zu Darmstadt. Im April 1890 wurde er erster Lehrer und Dirigent der erweiterten Volksschule (Späteren H. B.) zu Homberg a. d. O., wurde hier am 10. 2. 1894 in der Kategorie der Volksschullehrer definitiv angestellt, am 16. 7. 1895 unter Verleihung der Rechte eines Civilstaatsdieners nach Friedberg versetzt, am 1. 12. 1901 erhielt er den Charakter


