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Klassische Philologie. 1867 löste er die von der philosophischen Fakultät gestellte Preisaufgabe:»Oratio de domo, quae vulgo Ciceroni tribuitur, utrum genuina an subditicia este und bestand am 18. 8. 1868 die Staatsprüfung. Von 27. 8. desselben Jahres an war er über 2 Jahre an der Höheren Bürgerschule zu Oppen-— heim, der späteren Realschule, tätig, trat dann in das 4. Hess. Infanterie-Regiment als Einjähriger ein und nahm an dem Feld- zug gegen Frankreich teil. Am 5. 10. 1871 wurde er provisorisch und am 21. 7. 1872 definitiv zum Lehrer am G. zu Darmstadt ernannt. Am 4. 4. 1874 promovierte er in Giessen. Im jahre 1879 erschien als Beilage zum Jahresbericht dieser Anstalt eine Abhandlung philologischen Inhalts:»Varietas lectionis ad. L. Annaei Senecae Epistulas e codice Bambergensi enotata et brevi adnotatione critica instructa-». 1884 gab W. zum ersten Male den»Führer durch den Odenwald und die Bergstrasse» heraus; dieses nützliche und viel gebrauchte Buch hat— von Anthes seit der 6. Auflage bearbeitet— jetzt 11 Auflagen erlebt. Nach 17 ½ jähriger Tätigkeit in Darmstadt wurde W. am 20. 3. m. W. v. 16. 4. 1889 zum Direktor der Realschule und des Progym- nasiums zu Friedberg ernannt. In den nächsten Jahren(1891 bis 1893) veröffentlichte er in den„Mitteilungen für Deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte- I. II.:»Die Schule zu Schnee- berg unter dem Rektor Paul Obermeier 1555— 1575» und die „Schulgesetze der Lateinschule zu Mansfeld um 1580⸗, ferner „Friedberger Schulrechnungen aus dem 16. Jahrhunderte. Im »Archiv für hess. Geschichte und Altertumskunde N. F. I.“ er- schien eine Arbeit über»Kirche und Schule zu Friedberg wäh- rend der Reformationszeit». Als 1893 das 350 jährige Jubiläum der Friedberger Schule herannahte, verfasste W. die»Festschrift»: »Geschichte der Lateinschule zu Friedberge. Am 31. 1. 1894 wurde W. m. W. v. 1. 4. an zum Direktor des Gymnasium Fridericianum zu Laubach ernannt; dort ist er bereits am 4. 2. 1897 gestorben. In Darmstadt hat er seine letzte Ruhe- stätte gefunden. 75. Kullmann, Albrecht 1889.
geboren 16. 3. 1861 zu Frischborn, Reifeprüfung 25. 3. 1880, bestand die Staatsprüfung in Giessen für Klassische Philologie, Deutsch und Geschichte am 22. 6. 1888, machte seinen Akzess am G. zu Giessen vom 17. 9. 1888 bis Pfingsten 1889, war vom 20. 6. 1889 bis 14. 8. 1889 zur Vertretung des zu einer mili- tärischen Uebung eingezogenen Reallehrers Dr. Willenbücher in Friedberg tätig, ging im September als Volontär an das L. G. G. zu Darmstadt, hatte dann von November 1889 bis Ostern 1890 eine Vertretung am G. zu Laubach; mit Beginn des Schuljahres 1890/91 wurde ihm eine Lehrerstelle an der erweiterten Volks-


