Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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sein Examen, am 16. 3. des gleichen Jahres promovierte er zum Dr. phil. Er war sodann ein Jahr lang Lehrer am Königl. Gym- nasium zu Soest, wurde am 9. 7. 1870 zum Lehrer am Gymnasium in Giessen ernannt und am 8. 2. 1878 m. W. v. 15. 4. an das G. zu Darmstadt versetzt. Als Beilage zum jahresbericht ver- öffentlichte er 1886 eine Arbeit über»Die Horazischen Oden in der Schules, in der er seine Gedanken über die Behandlung des Schriftstellers niederlegte, den er mit seinen Schülern immer mit besonderer Begeisterung las. Mit Wirkung vom 1. 4. 1888 wurde C. als Nachfolger Moellers zum Direktor der Friedberger Anstalt ernannt, aber schon am 30. 1. 1889 erlag er einem tückischen Leiden. In Giessen fand er seine letzte Ruhestätte.

68. Stroman, August 1888.

69. Jost, Sebastian 1888. vertrat in Friedberg Altendorf, der zu einer milit ärischen Uebung eingezogen war, im Juni und juli 1888. I. geboren 21. 2. 1857 zu Bensheim, Reifeprüfnng 16. 9. 1876 daselbst, studierte in Giessen, Freiburg und Leipzig, war während dieser Studienzeit 2 Jahre an einer Privatanstalt in Hottingen-Zürich tätig, diente 1883 1884 beim Inf.-Regt. 115 in Darmstadt und war ein Jahr an einer hessischen Volksschule verwandt. Er legte in Giessen 1887 die Staatsprüfung für Latein, Griechisch, Deutsch und Geschichte ab, machte seinen Akzess zu Bensheim und leitete gleichzeitig die mit dem G. verbundene Privatvorschule; verwendet wurde er dann in Friedberg(s. o.), Bensheim, Worms (G. u. R.) und Giessen(Rg.), wurde darauf Dirigent der Höheren Bürgerschule zu Gernsheim. Am 28. 11. 1893 wurden ihm die Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers verliehen; m. W. v. 16. 6. 1895 unter Verleihung der Rechte eines Civil- staatsdieners an die R. zu Bingen versetzt, erhielt er am 1. 12. 1901 den Charakter als Professor; m. W. v. 1. 4. 1907 an das Rg. zu Mainz versetzt, wurde ihm am 25. 11. 1911 der Philipps- orden verliehen.

70. Nagel, Karl 1888 1894. geboren am 10. 4. 1857 zu Bauernheim, besuchte die Volks- schule seiner Heimat, die Realschule zu Friedberg und das Gymnasium zu Darmstadt, bestand die Reifeprüfung im Herbst 1875, studierte in Giessen. bestand das Examen in Mathematik, Physik und Zoologie am 1. 8. 1879. Er erhielt am 13. 8. 1879 die Verwaltung einer Lehrerstelle am Rg. Giessen, am 13. 8. 1880 an der erweiterten Volksschule zu Grünberg. Am 28. 8. 1888 wurde er an die R. zu Friedberg versetzt, aber wegen Krankheit bis Ostern 1889 beurlaubt(Vertr. W. Schmid), weiter beur laubt im Winterhalbjahr 1889/90(Vertr. Stahl) und vom September 1892 an auf die Dauer eines Jahres(Vertr. Jacob), dann bis Ostern