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Friedberg, sie wurde ihm durch Dekret vom 30. 11. 1872 definitiv übertragen, und er begann seinen Dienst am 6. 1. 1873. Nach 22jähriger Wirksamkeit trat er mit Wirkung vom 24. 4. 1895 auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen Dienst- führung in den Ruhestand. Nachdem er sich noch in den nächsten Jahren als Bibliothekar des Volksbildungsvereins in den Dienst öffentlicher Wohlfahrt gestellt hatte, starb er am 10. 5. 1904 zu Friedberg. An seinem Grabe legte der Direktor im Namen des Kollegiums einen Kranz als Zeichen treuer Erinnerung nieder. 43. Nies, Carl 1873—1874. geboren zu Giessen am 9. 7. 1850, besuchte das Knabeninstitut von Steinmetz-Schwabe von 1854 an, das Gymnasium von 1862 bis zur Reifeprüfung Ostern 1868. In seiner Naterstadt diente er sodann als Einjähriger und studierte Philosophie und Mathe-— matik. Im Mai 1870 bestand er die philosophische Vorprüfung für das höhere Lehramt vom Standpunkte der Mathematik. Bei Ausbruch des Krieges wurde er eingezogen und stand vom 21. 7. 1870 bis 27. 6. 1871 beim Ersatzbataillon des 2. Hess. Inf. Reg,, erhielt auch die Kriegsdenkmünze für Nichtkombattanten. Nach Beendigung des Feldzuges setzte er seine mathematischen und naturwissenschaftlichen Studien fort und bestand die Staats- prüfung am 20. 6. 1873. Die philosophische Doktorwürde er- langte er dann am 27. 6. Im Herbst 1873 übernahm er eine Lehrerstelle an der Töchterschule von Weiffenbach in Giessen, am 21. 10. jedoch kam er schon als provisorischer Lehrer an die Realschule zu Friedberg; am 16. 10. 1874 wurde er als definitiver Lehrer an die Realschule zu Bingen versetzt, am 15. 4. 1879 kam er an die Realschule zu Darmstadt, am 1. 12. 1889 an das Gymnasium und die Realschule zu Worms; am 2. 11. 1895 erhielt er den Charakter als Professor, trat am 1. 4. 1900 auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand und starb am 21. 9. 1902 zu Worms. 44. Ebner, Leonhard 1873—1899.
geboren am 16. 9. 1842 zu Lengfeld, vorgebildet in der Volks- schule und durch Privatunterricht, trat er 1861 in das Gymnasium zu Worms ein, bestand Herbst 1864 die Reifeprüfung, studierte zuerst Theologie zu Mainz, dann von Ostern 1865 an klassische Philologie in Giessen und bestand am 19. 8. 1868 das Staats- examen vom philologischen Standpunkte aus. Durch die Dissertation»Selecta quaedam capita ex Aoristi usu Sophocleo- erlangte er die Doktorwürde. Von 12. 10. 1868 bis Herbst 1873 bekleidete er eine Lehrerstelle an dem rühmlich bekannten Knabeninstitut von Schmitz in Darmstadt, leistete auch von Ostern 1869 bis 1870 das vorgeschriebene Probejahr an dem dortigen Gymnasium. Am 16. 10. 1873 wurde ihm die pro-


