Aufsatz 
Festschrift des Gymnasiums Dillenburg zur Einweihung des Neubaues am 21. November 1957 /
(Zusammenstellung: W. Bauer, H. Menzel)
Entstehung
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Der Gesamtwert der Ausgaben A be- trägt DM 70 000,, das sind 65 Prozent der Gesamt- ausgaben.

Lehrmittel und Möbel im Werte von fast DM 60 000, werden in den Schulneubau übernommen. Damit beträgt der Anteil des Vereins an der gesamten Inneneinrichtung fast 20 prozent.

Ausgaben B: Der Verein hat unsere Schul- zeitungDie Funzel!', die als Gemeinschafts- zeitung der Schulen des Dillkreises reichlich Gelegen- heiten zu wertvollen Kontaktbildungen auch jenseits der größeren Schulgemeinde bietet, mit DM 7 700. finanziert. Die Zeitung wird an jeden Schüler des Gymnasiums ausgegeben.

Für die Durchführung der Landheimaktion ist ein Hilfsfonds von DM ô 9000, bereitgestellt wor- den. Aus diesen Mitteln wird auch ein Zuschuß von 50 prozent zumLandheimpfennig gewährt. Der Land- heimpfennig ist von der Schülermitverwaltung einge- führt worden zur Schaffung von Klassenhilfskassen, aus denen bedürftigen Mitschülern die Teilnahme am Landheimaufenthalt ermöglicht werden soll.

Die Arbeit der Schülermitverwaltung ist in großzügiger Weise unterstützt worden. Für Lehrvor- träge, Filmveranstaltungen, Schulfeiern und Fahrten unserer Schulmannschaften zu Wettkämpfen sind ins- gesamt DM 14 500, aufgewendet worden. Das sind 13 prozent der Gesamtausgaben. Der Verein hat auch die Zahlung der Beiträge(Filmbeitrag, Unfallver- sicherung, Schülerversicherung, Jugendherbergspfennig, Kriegsgräberfürsorge u. a.) in der Gesamthöhe von DM 6 200, übernommen. Mittelbar ist auch durch den Fortfall des häufigen Kassierens von Kleinbeträgen während der Unterrichtszeit der Schule ein wesentlicher Dienst geleistet worden.

Weiterhin sind noch für Vervielfältigungsgeräte, Ab- zugpapier, Bankgebühren, Porto, Ordner, Karteikarten, Matrizen u. a. DM 1 050, ausgegeben worden.

Der Gesamtwert der Ausgaben B be- trägt DM 38 250,, das sind 35 Prozent der Gesamt- ausgaben.

Die weitreichende Hilfe, die der Verein dank der ge- schlossenen Beteiligung der lternschaft der Schule ge- boten hat, hat entscheidend dazu beigetragen, die

Arbeitsfreudigkeit bei den Lehrern und Schülern zu erhöhen, insbesondere in der nunmehr abgeschlossenen Zeit der Raumenge und des Schichtunterrichtes. Hinter dieser Hilfe steht der Wunsch und der Wille der Eltern, die Schule so gut auszustatten und zu fördern, daß sie allen Anforderungen der heutigen und der künftigen Gesellschaft an eine zweckmäßige Ausbil- dung und Erziehung unserer Kinder möglichst voll gerecht werden kann.

Während in den ersten Jahren infolge der Nach- kriegsnotlage auch dringend notwendige Anschaf- fungen, für die in normalen Zeiten der Unterhalts- träger(ab 1984 für uns die Kreisverwaltung des Dill- kreises) zuständig ist, vom Verein getragen worden sind, werden es künftig vor allem die über den Rahmen des Notwendigsten hinausgehenden wünschens- werten Anschaffungen sein, die aus Vereinsmitteln ermöglicht werden sollen.

Auf Wunsch der Schulleitung und des Elternbeirates wird der Schule anläßlich der Einweihung des neuen Gebäudes ein Printo- Hochdrucker übergeben, der es der Redaktion unserer Schulzeitung ermöglichen soll, die Zeitung nun auch selbst zu drucken. Der Fort- fall des Nachmittagsunterrichtes dürfte dazu beitragen, daß sich der Mitarbeiterstab entsprechend erweitert. Der Redaktion wird nachmittags ein Arbeitsraum zur Ver- fügung gestellt werden. Die Druckmaschine wird sich auch für die Fachlehrer, für die Verwaltung(Formular- druck) und für die Herausgabe eines umfangreicheren Jahresberichtes sehr günstig auswirken.

Der Verein übernimmt ferner die Kosten für die Beschaffung und Erhaltung und Pflege eines großen Aquariums(225 Liter), das in der Eingangshalle des neuen Schulgebäudes aufgestellt wird und allen Besuchern unserer Schule zur Freude gereichen soll.

Die aus Vereinsmitteln beschafften und in den Neu- bau eingebrachten Möbel und Lehrmittel werden am Tage der feierlichen UÜbergabe in aller Form vom Vor- sitzenden des Vereins in das Eigentum der Kreisver- waltung(als Unterhaltsträger unserer Schule) überführt. Hieran knüpft sich für alle Beteiligten der Wunsch, daß die Kreisverwaltung durch Bereitstellung hinreichender Etatmittel die Bemühungen des Gymnasiums um eine gute Bildung seiner Schüler wirkungsvoll unterstützen mõöge.

Die Entwicklung der SMV am Gymnasium

Wir schreiben das Jahr 1947. Die Kriegsfolgen wir- ken sich im schulischen Leben aus: Die Zahl der Schüler ist auf das Dreifache gestiegen, so daß der Unterricht in zwei Schichten erteilt werden muß; der Lehrermangel läßt kaum einen normalen Unterrichtsbetrieb zu, und kommt noch die äußere Not der Schüler zu Hause. Damit sei kurz die Situation an unserer Schule in jenen Jahren gestreift. Sie werden wohl fragen, wozu dieses Aufzeigen der schulischen Verhältnisse? Nun, in jene Zeit fiel die Geburtsstunde der SMV, der Schüler- mitverwaltung und Schülermitverantwortung. Hier könn- te jetzt zu leicht die Frage auftauchen, ob denn die SMV damals schon Aufgaben zu bewältigen hatte, ja, ob sie überhauptlebensberechtigt war.

hinzu

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Schauen wir einmal zurück in jenes Gründungsjahr, so können wir in dem Rechenschaftsbericht des Schul- obmannes lesen:Verdunkelung der Aula bei Licht- bildervorträgen und Abberufung zur Schulspeisung konnten als wesentliche Aufgaben der SMV bezeichnet werden. Heute erscheint uns so etwas wie Verdunkeln der Aula als banale Selbstverständlichkeit, die man mit einem Lächeln abtut. War die Aufgabe, die sich die Schüler damals stellten, auch bescheiden, sie wurde dennoch getragen von dem Bewußtsein, den alten Gegensatz zwischen Lehrer und Schüler zu verwischen und mit dem Wiederaufbau und der Wiederherstellung der schulischen Ordnung die Partnerschaft von Lehrer und Schüler stärker in den Vordergrund treten zu lassen.