Von den am 1. November hauptamtlich beschäftigten Lehrern haben 31(86 prozent) an wenigstens einer Landheimfahrt teilgenommen, 22(61 prozent) an zwei Fahrten, 14(30 Prozent) an drei Fahrten und 6 Lehrer (17 Prozent) an allen vier Fahrten. Nur 5 Lehrer
Besuch in Eisenach 1957
Die Einrichtung des Landheimaufenthaltes hat eine Menge stichhaltiger Gründe. Einer von ihnen ist der, daß unsere Schüler im Laufe der Jahre Deutschland in den einzelnen Landschaften kennenlernen, Problem- stellungen wirtschaftlicher, soziologischer, geschicht- licher Art erleben, wie das von der Schulbank aus unmöglich ist. Und mit den Fragen im eigenen Land muß man schon vertraut sein, will man die anderen Völker verstehen und richtig werten.— Nun, diese deutschen Landschaften hören ja nicht an der Weser, am Harz, an der Lübecker Bucht auf. Daher ergibt sich für uns die Pflicht, auch den Raum der Sowjetzone in unsere Planung miteinzubeziehen. Daß uns das in diesem Jahr gelungen ist, ist allen und besonders uns Teilnehmern der Bisenachfahrt eine große Freude. Durch Anregung unserer Schule kam es zu einem Schüleraustausch-Programm mit der Ernst-Abbé-Ober- schule in Eisenach. Vom 21. Januar bis zum 28. Januar 1957 besuchten wir mit elf Oberklassenschülern das schöne thüringische Land. Die Landheimaufenthalte der früheren Jahre erwiesen sich in jeder Beziehung als sehr fruchtbar. Die Art der Begegnung, der Tages- ablauf, die Brlebnisbereitschaft zeigten deutlich, daß unsere Schule einen gangbaren Weg beschritten hat. Sein eigenes Ich mit dem lch des anderen in richtige Beziehung zu setzen zum NYNorteil beider ist besonders bei einer solchen Ostzonenfahrt wichtig, so wichtig, daß all die äußeren Programmpunkte, so schön sie sind, gewissermaßen Beiwerk bleiben. Das durchgeführte Programm sagt nur dem etwas, der die Bereitwilligkeit der Gastgeber erlebt, der den Zwiespalt zwischen dem
(14 Prozent) haben bislang noch nicht an einer Land- heimfahrt teilgenommen.
Alle Beteiligten haben den Wunsch, im Rahmen des Tragbaren an den jährlichen Landheimaktionen fest- zuhalten.
privat-Menschlichen und dem Dolitisch-Menschlichen gefühlt hat. UÜberall dringt die Problematik der Zonen- grenze durch.
Unterbringung in PDrivatquartieren, Unterrichtsbe- suche in allen Fächern(sogar Lebenskunde), Teilnahme an einer Lehrergewerkschaftssitzung, Kinobesuch, Thea- ter(„Nathan der Weise“), Besichtigung der Stadt und der Burg, der vielen Gedächtnisstätten(Luther, Bach, Reuter), geologische Wanderung, Fahrt nach Weimar ins Goethehaus als Gäste der Oberschule, Besichtigung des ehemaligen Kz-Lagers Buchenwald, Besuch im Haus der jungen Pioniere.
Das alles machte auf uns einen starken Eindruck. In einem von uns gestalteten Jugendnachmittag fanden wir Gäste und die Eisenacher Schüler dann auch Ge- legenheit, diesen Schüleraufenthalt gründlich und offen zu besprechen und im gemütlichen Beisammensein bei Spiel und Tanz dem aufmerksamen Teilnehmer zu zeigen, daß es im Grunde genommen nicht Jugend hier und Jugend dort geben muß, sondern ein gemeinsamer Weg beiden Gewinn bringen würde.
Solche Besuche sind dazu angetan, die Menschen beiderseits des„Eisernen Vorhangs“ einander näher zu führen, Verständnis für die Lage des Nachbarn zu wecken und ein Auseinanderleben zu vermeiden. Was unsere Schule dazu tun kann, tut sie gern, auch wenn die Staatsorgane in der sogenannten DDR große Schwierigkeiten in den Weg legen und einen geschlos- senen Gegenbesuch bisher verhindert haben.
Der Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums zu Dillenburg e. V.
Aufgabe des Vereins ist die ideelle und materielle Unterstützung und Förderung der Erziehungs- und Bildungsarbeit am Dillenburger Gymnasium. Er ist als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Dillenburg eingetragen. Die Spenden der Eltern, die im Rahmen der seit 1952 bestehenden Selbsthilfeaktion der BElternschaft jährlich eine Höhe fast DM 20 000,— erreichen, werden auf das Konto des Vereins eingezahlt. Der Verein ist der rechtliche Träger der Elternspenden. Mitglied des Vereins kann jeder werden, der die Ziele bejaht und bereit ist, für ihre Verwirklichung einen aktiven Beitrag zu leisten. Die Mitgliedsbeiträge sind Spenden, die nach der Hõöhe frei- willig und jederzeit widerruflich sind. Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversamm- lung. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden (Rechtsanwalt und Notar Schoof) und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern(Oberinspektor Kracht und Oberstudienrat Hleddermann).
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Bis zum 1. November 1957 haben die Ausgaben des Vereins eine Höhe von DM 100 167,54 erreicht. Sie verteilen sich wie folgt:
Ausgaben A(für die Ausstattung der Räume und der Lehrmittelsammlungen): Schulmöõbel DM 16 000.—, Malerarbeiten(einschl. Bodenbelag für den Handar- beitsraum) DM 5 000,—, Lampen und Steckdosen für alle Klassenräume DM 9060,—, Tafelgeräte und Karten- ständer DM 830,—, Vorhänge(Aula, Handarbeitsraum) DM 1 050,—, Hygiene(Waschanlage in der Turnhalle, Wachskehrspäne, Fußbodenöl, Papierhandtücher u. a.) DM 2 760.—.
Lehrmittel für Pphysik DM 16,450,—, Chemie DM 1 350,—, Mathematik DM 800,—, Biologie DM 200,—, Erdkunde DM 3 142,—, Musik DM 3 770,—, Bildende Kunst DM 1 550,—, Sport DM 2 200,—, Hand- arbeit DM 550,—, Bücher und Zeitschriften DM 4 700,—, allgemeine Lehrmittel DM 4 500,—.


