Aufsatz 
Ueber die tägliche und jährliche Periode der Variationen der erdmagnetischen Kraft im Moltkehafen auf Süd-Georgien während der Polarexpeditionen von 1882 und 1883 / von Emil Garthe
Entstehung
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Von den beiden deutschen Polarexpeditionen in den Jahren 1882 und 1883 war die eine unter Führung von Dr. Schrader nach der östlich von der Südspitze Südamerikas

gelegenen Insel Süd-Georgien gerichtet. Die Expedition erbaute daselbst am Moltkehafen eine Beobachtungsstation unter

54⁰ 30/ 58 südlicher Breite und 47° 577 12.5= 3 3 49.5° westlicher Länge von Göttingen. Die magnetischen Beobachtungen ergaben im Mittel 359° 44 55 Deklination gerechnet von Nord über Ost 48⁰ 53 14 Inklination und 0.25667 Horizontalintensität gemessen in der Gauss schen Einheit(mgr)¹.(mm) ¹.(sec)*¹. Die Beobachtungen sind veröffentlicht in dem Werke: Die internationale Polarforschung 1882 1883, die Beobachtungsergebnisse der deut- schen Stationen. Band II, Süd-Georgien. Berlin 1886. Die Variationen der Deklination konnten vom Monat September 1882 bis Ende August 1883, die Variationen der Horizontal- und Vertikal-Intensität dagegen erst vom Oktober 1882 ab beobachtet werden. Es sind stündlich Beobachtungen ausgeführt und dann aus den Beob- achtungen zu derselben Tagesstunde für jeden Monat Mittel gebildet; diese stellen also den Verlauf der erdmagnetischen Elemente während eines Tages als Mittel aus sämmtlichen Beobachtungstagen des betreffenden Monats dar. Die Beobachtungen geschahen in den Monaten September und Oktober nicht an allen Tagen, dagegen sind in dem Mittel für den Monat August 1883 noch die zwei ersten Septembertage einbegriffen. Die folgenden Tabellen enthalten die Variationen des Monatsmittels, entnommen aus oben genanntem Werke pag. 271310.

Die Stunden sind hier gezählt von 1 Uhr Nachmittags() bis Mittag(24¹) des folgenden Tages. Die Maxima und Minima sind durch den Druck hervorgehoben.

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