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Kurſus weiter abhalten. Der Stoff ſießt einem reichlich zu aus den Fehlern, die die Kandidaten nach eigener Mittelung in ihrer Univerſitätszeit gemacht haben.
Weniger hat ſich der Aeſuch bevähn, den Teiehmern am hodegetiſchen Kurſus durch Empfehlungskarten die Thüren bei ihren alademiſchen Docenken zu öffnen. Es iſt nur der tleinere Teil geweſen, der von dieſem Anerbieten Gebrauch 9. macht hat. Und doch könnie der perſönliche Umgang den Stndierenden ſo viel ſein!—
So ſpürbar nun auch die Eiwirkung auf die vorausgehende Stndienzeit war, ſo wenig doch konnte ſie die Hauplſache ſein. Der Schwerpunkt der Thätigkeit mußte natürlich im Seminar ſelbſt liegen.
Zwar die Zeit des Seminarbeſuchs, die ſeit Jahren 2 Semeſter beirägt(während aufänglich nach vorausgegangenen 5 Semeſlern Univerſittsſtudien ein nur 1 ſemeſtriger Beſuch nügt hatte), hat mir für den Zweck der Auſtalt ausreichend erſchienen. Hierber nachzudenken und Beobachtungen anzuſtelen, bin ich von Aufang meiner hieſigen Thiütigkeit an dadurch ver⸗ anlaßt geweſen, daß die Punn⸗ an mich gebracht murde, ab unſer Seminar, das einzige derartige in Preußen, nach dem Muſter der ſonſtigen, eſenren Eliteſeminare umzugeſtalten ſei. Es iſt ja natürlich keine Frage, daß in 4 Semeſtern mehr geiernt werden kann als in 2; ebenſo wenig kann man ſich der Ertenntnis verſchließen, daß erſt bei einem mehr als l lährigen Kurſus ein wieklich innigeres Einleben der Charaktere in einander möglich iſt. Aber auf der anderen Seite bleibt es doch auch dabei, daß denen, die in Kürze in ein Amt mit voller B antwortung treten ſollen, vorher moglichſte Gelegenheit zu amt⸗ licher Mithätigkeit unter beſchränkter eigener Verantworllicheit gegeben werden muß. So zweiſellos es mir iſt, daß das Predigerſeminar vor dem Wikariat Vorzüge hat, die das letzere niemals einholen kann, ſo gemiß iſt es mir auf der anderen Seite doch auch, daß 1 Jahr Studium und Leben auf dem Predigerſtminar und 1 Jahr BVkkariat oder entſprechende andere


