Aufsatz 
Ueber den Begriff des Horizontes, insbesondere des geographischen oder natürlichen, und dessen geschichtliche Entwickelung / Dr. Ritter
Entstehung
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Achilles Tatius(im dritten Jahrh. n. Chr.).

Er schrieb: Isagoge in Arati Phaenomena(s. Dion. Petavi Uranolog. pag. 121 ff.). In dieser Schrift sagt er§. 22. De circulis sphaerae pag. 143. B.: οαν dεν α G usc*ν- 0 ν Iqoi sio, dior τ 6ντρονυν τ̈νμνναην Tv aigav. Horizon ergo et meri- dianus aequales sunt, quoniam per centrum dividunt sphaeram. Wenn Horizont und Meridian durch den Mittelpunkt der Himmelskugel gehn: so sind sie ohne Zweifel Ehenen, Kreisfiguren.

Ferner I. c. pag. 168 med., in dem Abschn. εκρ εα‿‿οσν ˙0 d8 6iααν μννεται εεν Erοονσ iiει arτ S rA d5O»ο aigia, did.mG‿ ĩῦl 059νυ οι srτι à Eoο*s DaiHas, ⅜ςᷣ τπ τ νπφμέααρσν ι eμννε J'Xm εον τ νάαmανιτονυ 5- O TaoaXaBsiv sisvov. Der Horizont trägt davon seinen Namen, weil er die beiden Halbkugeln nach allen Richlungen der Breite sondert, indem er eine Scheidewand des Himmels bildet. Er liegt nach unserer sinnlichen Betrachtungsweise ausserhalb der Sphäre; nach der richtigen Verstandesauffassung aber erhält er seine Lage im Innern.

Diese Stellen reichen hin, um uns zu überzeugen, dass Achilles Tatius von der richtigen Vorstellung nicht abweicht. Mit den Worten: 1εαιπαέμα τνIs-aigas eröffnet er aber be- reits den Seitenweg nach Hübners shölzernem Reifen«.

C. Jul. Hyginus(420 n. Chr.?).

In seinem Werke: Poëticon astronomicon libri IV.(Basil. 1535 fol.) gibt er Erklärungen vom Horizonte, welche fast wörtlich mit Geminus übereinstimmen. Er unterscheidet aber nicht, wie jener, den astronomischen und den geographischen Horizont. Lib. IV. pag. 106. lin. 29 sagt er: Horizon, dividens ea, quae videntur et quae non apparent, ita definit sphaeram, ut semper sex signa de duodecim in hemisphaerio videantur super terram, sex autem signa sint infra, sub terra. Vgl. I. pag. 66. lin. 31 ff.

Aurelius Macrobius Ambrosius Theodosius(c. 425 n. Chr.).

Makrobius erwähnt des Horizonts öfter in seinen Schriften. Wenn man nun die Stelle in Somn. Scip. I. 15.(S. 76 und 77. ed. Bipont.): Natura coelestium circulorum incorporalis est linea, quae ita mente concipitur, ut sola longitudine censeatur, latum habere non possit zuerst liest; so sollte man meinen, dieser Schriftsteller würde überall das gerade Gegentheil von allen bisherigen Ansichten lehren. Und doch ist dem nicht so. Denn unsere Stelle lautet