Aufsatz 
Die platonische Sprachphilosophie / dargest. von Julius Deuschle
Entstehung
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4) Wilhelm Karl Friedrich Ernst von Schutzbar genannt Milchling, 20 ¼ Jahr alt, 10 ½ Jahr im Gymnasium, 2 Jahr in Prima; studiert Jurisprudenz.

Von den Abiturienten erhielten die drei erstgenannten das Prädicat: gut, der letzte das Prädicat: ziemlich gut vorbereilel.

Ausserdem unterzogen sich der Prüfung der Reife die zu ihrer Ausbildung immatri- culierten Studierenden: Withelm Ludwig Sebastian Rudolf Kremer aus Wolfhagen, früher Schüler des hiesigen Gymnasiums, 19 ¾ Jahr alt, und Christian Ludwig Megyl aus Herleshausen, 22 ½ Jahr alt, beide um sich dem Studium der Jurisprudenz zu widmen. Sie erhielten das Prädicat: gut vorbereitet für die academischen Studien.

Ferner verliessen im Laufe des Schuljahres drei und rierzig Schüler das Gymnasium, ohne den Cursus desselben vollendet zu haben. Für einen Theil derselben lag der Grund in der Aufhebung des kurfürstlichen Obergerichts dahier und in der dadurch veranlassten Versetzung vieler Beamten. Aus Prima gingen drei ab(einer um Militär zu werden, einer auf das Gymnasium zu Eisenach, einer zur Oeconomie); fünf aus Secunda(zwei um sich privatim fortzubilden, einer um Kaufmann, einer um Militär zu werden; einer wurde in der Stille ausgewiesen); rierzehn aus Tertia(fünf auf das Gymnasium zu Kassel, zwei um sich dem Militärstand zu widmen, einer um Oekonom, einer um Apotheker zu werden, einer um sich privatim fortzubilden, drei ohne Bestimmung; einer wurde in der Stille aus- gewiesen); dreisehn aus Ouarta(vier auf das Gymnasium zu Kassel, einer auf das zu Düsseldorf, einer um Militär, einer um Kaufmann, einer um Oeconom zu werden, einer auf eine Lehranstalt zu Zürich, einer um sich privatim fortzubilden, einer zu einem bürger- lichen Geschäft; zwei wurden in der Stille ausgewiesen); zwei aus Quinta(einer auf das Gymnasium zu Fulda, einer auf eine andere Lehranstalt); sechs aus Segxta(drei auf Lehr- anslalten in Kassel, einer auf das Gymnasium zu Fulda, einer auf eine andere Lebranstalt dahier, einer ohne Bestimmung).

Einen Schüler verlor die Anstalt durch den Tod. Am 3. August 1851 starb dahier der Terlianer Friedrich Sternberg aus Marburg, dessen Leiche am 5. August von Lehrern und Schülern des Gymnasiums zu Grabe geleitet wurde.

Am Schlusse des Schuljahres beträgt die Anzahl der Schüler des Gymnasiums 155, von welchen 30 der Prima, 29 der Secunda, 33 der Tertia, 31 der Quarta, 17 der Quinta und 15 der Sexta angehören.

Mit dem Schlusse des Schuljahres werden zur Universität entlassen werden die Primaner:

1) Jakob Christian Ludarig Werner aus Marburg, 16 ¼ Jahr alt, 8 ¾ Jahr im Gymnasium, 2 Jahr in Prima; wird Theologie und Philologie studieren.