Aufsatz 
De Apollodoro Pergameno et Theodoro Gadarensi rhetoribus / scripsit C. W. Piderit
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II. Chronik des Gymnasiums.

Durch Beschluss kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 16. April 1841 wurde die Uebertragung der Stelle eines Gesanglehrers an dem hiesigen Gymnasium, welche durch den Rücktritt des Dr. Beck erledigt worden war(s. Schulnachrichten von 1841 S. 70) an den ehemaligen Studiosus Johannes Peter aus Marburg genehmigt. In Gemässheit dieses Beschlusses wurde demselben die erwähnte Stelle unter dem 19. April 1841 von dem Director übertragen, und er trat dieselbe am 22. April an.

Durch höchsten Beschluss vom 8. Mai 1841 wurde der Candidat der Philologie, Lud- zig Chrislian Slackhe aus Kassel als Auscultant bei dem hiesigen Gymnasium zugelas- sen, uud trat in der zweilen Hälfte des Monats Mai als solcher, Zur Bestehung seines practischen Vorbereitungscursus ein.

In der ersten Hälfte des Junius wurden die Apparate für körperliche Uebungen der Schüler auf dem Hofe des Gymnasiums errichtet, und die Leitung dieser Uebungen mit Genehmigung kurfürstlichen Ministeriums dem Gesanglehrer Peler übertragen.

Am 19. Juli 1841 erlitt das Gymnasium durch den plötzlichen Tod des Rechnungs- führers des Gymnasiums, Obervogts Konrad Lederer, eines eben so geschäftskundigen als thätigen und die Interessen des Gymnasiums cifrig fördernden Mannes einen empfiudli- chen Verlust.

Durch höchstes Rescript vom 7. October 1841 wurde der Gymnasiallehrer Pfarrer IWilhelm Wiegand an das Gymnasium zu Hersfeld versetzt, und verliess seine bisherige Stellung, in welcher er sich die Liebe seiner Collegen wie seiner Schüler erworben und in vielfacher Hinsicht seit Ostern 1835 nützlich und segensreich gewirkt hatte, noch vor dem Beginne des Wintersemesters. Noch schmerzlicher wurde dieser grosse Verlust durch den Umstand, dass nicht sofort ein Ersatz für die erledigte Stelle zu beschaffen war.

Unter dem 16. December 1841 wurde der bisherige Hülfslehrer Dr. Piderit(von Hersfeld hierher versetzt im Herbste 1839) zum ordentlichen Lehrer der provisorisch ernannte Hülfslehrer Dr. Hasselbach(s. Schulnachrichten von 1841 S. 69) deſinitiv und der Gymnasialpracticant und beauftragte Lehrer Dr. Julius Hartmann aus Marburg(s. am angef. Orte) zum Hülfslehrer an dem hiesigen Gymnasium gnädigst bestellt.

Durch höchsten Beschluss vom 13. Januar 1842 wurde dem Gymnasiallehrer Dr. Pfle- rit ein Urlaub auf unbestimmte Zeit bewilligt, welchen derselbe alsbald antrat.

Unter dem 13. Januar 1842 wurde der Gymnasiallehrer Pfarrer Theobald Fenner von dem Gymnasium zu Hanau an das hiesige durch höchstes Rescript versetzt. Er trat seine hiesigen Functionen am 14. Februar d. J. an.

Durch höchsten Beschluss vom 27. Januar 1842 wurde die Beauftragung des Gymna- siallehrers Dr. Schier mit der Vertretung des Directors für Verhinderungslälle gnädigst genehmigt.

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