Aufsatz 
Geschichte des Gymnasiums zu Hersfeld von 1817 - 1876 / von Philipp Hafner
Entstehung
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In den beiden Osterprogrammen von 183s und 1837 veröffentlichte der damalige Gymnmsialdirektor Dr. Wilhelm MHunscher eineChronik des Hersfelder Gymnasiums von seiner Stiftung im Jahre 1570 an bis zum Jahre 1817 mit einem kurzen Uberblick über die Zeit bis 1832: zum Schluß bemerkt er:Die Ausfüllung der in der neueren Zeit gelassenen Lieken und die Fortsetung bleiben späteren Zeiten und den Nachkommen oder diesen allein berlassen-, Ilünscher hat sein Werk nicht fortgesctet, und auch der Festredner bei der 3oofährigen Jubelkeier des Gymnasiums im Jahre 1870, Direktor Dr. Eysell, ist in seiner die Geschichte der Anstalt auf Grund der Münscherschen Chronik behandeinden Festrede nieht über jene Grenze hinausgegungen.

So glaube ich denn gewissermalen eine Ehrenpficht gegen den Verfasser der Chronik und gegen die ehrwürdige Klosterschule selhst zu erfüllen, wenn ich es versuche, die Geschiehte des Hersfelder Gymmasiums fortzuführen und die wechselnden Schicksale der Anstalt darzustellen. Zwar eutgeht es mir nieht, dab diese Darstellung 2. T. der indiriduellen uge entbehrt, die die Geschichte der frheren Zeiten aufzuweisen hatte; denn mit den die Verfassung und den Unterricht an allen höheren Schulen eines Landes gleichmäbig regeln- den Ordnungen ist natürlich der Einfiuß der einzelnen Persönlichkeit auf das Wesen einer Sehule sehr viel geringer geworden. Immerhin bietet die Geschichte des Hersfelder Gym- nasiums auch in dieser Einschränkung noch manchen Zug, der nicht nur für den engeren Kreis der Schule und des Ortes von einigem Interesse sein dürfte, sondern zugleich einen Blick tun lädt in die die Zeit behermehenden geistigen Strömungen und Regungen.

Die Anhänge mit den biographischen Notizen über die Hersfelder Gymnastallehrer und mit dem Verzeiehnis der Abiturienten sollen einen kleinen Beitrag zur essischen Ge- lehrtengeschiehte geben. Allerdings kann das letztere auf Vallstindigkeit keinen Anspruch machen, und auch manche Berichtigung wird notwendig werden; besonders darin können Irrtümer untergelaufen sein, daß der Todesvermerk bei einer abtiven Lebensstellung ange- geben ist, wührend der Betreſtende noch im Ruhestand, wielleicht an einem anderen Orte, gelebt hat. Für die älteren Jahrgänge, für die die Stantsnandbücher die Hauptquelle waren, aind genauere Angaben kaum zu erbringen. Wer vielleicht selbst solehe Zusammen- stellungen gemacht hat, wird nicht nur wissen, welche Jlühe man darauf verwenden mul, vonderm wird anch dem Verfasser die der Arbeit anbaftenden Nlingel au gute halten. Ubrigens würde ich mich freuen, von recht vielen Seiten Berichtigungen und Ergänzungen zu erhalten, die ich in einem Nachtrage verwerten würde.

Zugleich erfülle ich die angenehme Plieht, allen den Herren, die mich durch Notizen und Nachrichten in überaus liebenswürdiger und entgegenkommender Weise unterstütet haben, auch ier meinen aufrichtigen Dank auszusprechen.