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ghy de sunde vorgeuen, dem syn se vorgeuen, vnde wem gy se beholden, dem synd se beholden, Joan. am twintigsten.
Wat segstu, wenn du van dem prester geest? Ick spreke also. Ick dancke yuw werdige leue here, dat gy my vth Gades worde vndergerichtet, vnde my minen gelouen van der vorgeuinge der sunde gestercket hebben.
Summae Catechismi finis. (Angehängt sind precatiunculae: Morgen- und Abendsegen, Benedicite und Gratias(nach Luther) und Gebete pro consequenda docilitate, lateinisch und deutsch.)
Lucas Lossius, der Verfasser des hier mitgetheilten, in der gegebenen Form fast ganz abhanden gekommener Katechismus, ist geboren worden zu Vacha, einem althessischen Städtchen an der Werra gelegen, das erst im Jahre 1815 von Kurhessen an das Gross- herzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach abgetreten wurde. Als Jahr seiner Geburt wird 1508 ungegeben. Nachdem L. die Schulen seiner Vaterstadt, zu Münden, Göttigen, Oldendorf und Lünchurg besucht hatte, studierte er zu Wittenberg ²). Die Rcformation in Lüneburg wurde 1530 begonnen. Behufs der Erneuerung des Kirchenwesens in Lüneburg bat sich der Rath dieser Stadt vom Herzog Ernst den bekannten norddeutschen Reformator Urbanus Rhegius aus, welcher dem Herzog auf dessen Ersuchen von Augsburg in das nördliche Deutschland gefolgt war. Der Erneuerung des Kirchenwesens(pontiſiciae religionis emen- dalio) in Lüneburg folgte alsbald die Verbesserung der dort bestehenden Schule, des Jo- hanneums, sogenannt wegen der Nähe der heil. Johanniskirche. Der erste Rector dieser reformirten Schule war der wohlbekannte Hermann Tulichs), ein durch Frömmigkeit und
1) Daselbst wurde uuch der bekannte G. Wicel geboren, 1501. Ueber ihn s. Strobel, Beiträge zur Literatur des XVI. Jahrh. II, 1. Er schrieb einen Catechismum Ecclesiae: lere und Handlung des h. Christenthums etc. Leipzig 1536. In der Vorrede sagt er: Was Luthers Sect am Catechismo gebessert, ist nit grossen Schatzes werth, und hat wohl übel ärger gemacht, indem sie ihren Catechismus und rottische Träume den unschuldigen armen Kindlein listiglich eingebildet, damit sie dieselbigen auf ihre Bahn jung gewöhnen und alt behalten.(Strobel 1. c.)
Bei ihm soll man die rechten Pandectas rei Christianae finden.— Das Ave Maria müsse bil- lig vertheidigt werden.(Zeibich 101).
2) l. Adam bezeichnet ihn als einen eoνo alumnus Philippicae doctrinae.
3) Im Jahr 1529 las er zu Wittenberg Cic. ofſic. s. Mathesius S. 636. Sein Geburtsort Stein- heim in Westphalen. Ihm widmete Luther seine Schrift: Von der Babylonischen Gefangenshaft (Panzer Zusätze S. 196.) Tulich, gymnasiarch u. superaltendens scholae genannt, wird zu den bessern Dichtern jener Zeit gezählt. Die Lüneburgische Schule verdankte ihm grosse Blüthe. IHlegendorph u. Bonnus verfertigten auf ihn Epitaphien. Aus dem des erstern heben wir folgende Stelle heraus:


