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b. Sph. rubellum Wils. Rötliches T. 6—7. Auf Torfboden.— Bei Unter⸗Moſſau i. O. (Roth).
c. Sph. Girgensohnii Russow. Girgenſohn's T. 6—8, ſehr ſelten mit Frucht. An quelligen Waldſtellen.— Im Kranichſteiner Park, bei Unter⸗Moſſau i. O., auf der Breungeshainer Heide im Vogels⸗ berg(Roth).
d. Sph. fimbriatum Wils. Gefranstes T. 7—8. In Sümpfen.— Herrnweg am Mönch⸗ bruch bei Groß⸗Gerau(Roth).
e. Sph. cuspidatum Ehrh. Zugeſpitztes T. 7— 8. In Sümpfen und Wäldern, auch an Bächen. — Bei Frankfurt hinter dem Forſthaus(Bayrh.). Bei Olfen i. O.(Roth).
f. Sph. squarrosum Pers. Sparrigblättriges T. 7—8. An quelligen Stellen an und in Wäldern.— Bei Unter⸗Moſſau i. O.(Roth). Auf der Philoſophenwieſe, am Wallbrunnen, an der Baden⸗ burg und Tiefenbach bei Gießen(Heyer).
g. Sph. teres Angstr. Schlankes T. 7—8. In tiefen Sümpfen und an Teichrändern.— Auf der Breungeshainer Heide(Roth).
h. Sph. rigidum Schp. Starres T. 6—8. Auf feuchten Heiden und Torfmooren.— Zwiſchen Oberrad und Heuſenſtamm(Bayrh.). Im Hengſter(Roth).
i. Sph. subsecundum Nees& Hornsch. Einſeitswendiges T. 7—8. In Gräben und Sümpfen.— Hinter dem Frankfurter Forſthaus(Bayrh.). Mönchsbruch bei Groß⸗Gerau(Roth).
k. Sph. laricinum Spruce. Lärchenartiges T. 7—8. In Sümpfen und in Torfgräben.— Im Hengſter(Roth).
1. Sph. molluscum Bruch. Weiches T. 5— 7. In Torfmooren.— Bei Olfen i. O.(Roth).
m. Sph. cymbifolium Ehrh. Kahnblättriges T. 7—8. In Sümpfen und Brüchen.— Bei Darmſtadt(Bauer). Im Kranichſteiner Park(Roth). Um den Waldbrunnen bei Gießen, bei dem Frankfurter Forſthaus(Fl. d. Wett.).
var.„. papillosum Schp.(Sphagnum Lindb.) Olfen i. O.(Roth).
n. Sph. medium Limpricht(Spec. now.) Mittleres T. 7—8. In Sümpfen und an Teichen. — Auf der Breungeshainer Heide(Roth).
Anhang.
Herr Dr. Röll hat in der Regensburger„Flora“ 1885, Nr. 32 und 33 eine Abhandlung„Zur Syſtematik der Torfmooſe“ veröffentlicht, worin er zum Schluſſe folgende Sätze aufſtellt: „1. Die ſogenannten conſtanten Merkmale der Torfmooſe erweiſen ſich bei genauerem Studium ſämtlich als veränderlich.
2. Daher wird die Begrenzung der Torfmoosarten immer ſchwieriger, und es zeigt ſich, daß die bisher aufgeſtellten Torfmoosarten durch Zwiſchenformen verbunden ſind. Es gibt alſo bei den Torfmooſen weder conſtante Arten, noch typiſche Formen; die Zwiſchenformen ſind mit den ſogenannten typiſchen Formen gleichwertig.
3. Es empfiehlt ſich daher, die Torfmoosformen zum Zweck der Üüberſichtlichkeit praktiſch abzu⸗ grenzen und ſo ſtatt der bisherigen Arten Formenreihen zu bilden, die durch möglichſt leicht erkennbare Merkmale zu unterſcheiden ſind.
4. Da dieſe Formenreihen nur dem Zwecke der praktiſchen überſichtlichkeit dienen, ſo iſt ihre Ab⸗ grenzung eine conventionelle und wird am beſten durch Stimmenmehrheit eines zu wählenden Ausſchuſſes von Sphagnologen bewerkſtelligt.


