Aufsatz 
Ueber Begriff, Bedeutung und Methode der geographischen Unterrichts / Friedrich Carl Reinhard Ritter
Entstehung
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Die allzu beschränkten Räumlichkeiten des Gymnasiums er hielten durch einen Beschluss des kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 28. November v. J., welcher dem Gymnasium die bisherige Dienstwohnung des verstorbenen Professors Arnoldi zur einstweiligen Benutzung überwies, eine eben so nothwendige wie wohlthälige Erweiterung, indem nicht allein der bisher fehlende Raum für Bibliothek und Apparate in der bisherigen Wohnung des Directors, sondern auch in der dermaligen Wohnung dessel- ben zwei neue Klassenlocale gewonnen wurden, wodurch eine künſtige sehr erwünschte Erweiterung des Gymnasiums auf fünf Klassen möglich geworden ist.

Ausserdem wurde von k. Ministerium der Gymnasialbiblio- thek für das laufende Jahr ein ausserordentlicher Zuschuss von 150 Thalern bewilligt.

Die Zahl der Schüler beträgt am Schlusse dieses Semesters 130, von welchen 18 der ersten, 33 der zweiten, 38 der dritten und 41 der vierten Klasse angehören. Durch den Tod verlor das Gymnasium abermals zwei Schüler, den Primaner Eduard von Fenneberg, einen talentvollen Jüngling, und den Quartaner Friedrich Christian Strohmeyer aus Viermünden. Zehn Schüler verliessen im Laufe des Semesters die Anstalt, fast alle, um sich Berufszweigen zu widmen, zu welchen wissenschaftli-

che Studien nicht erforderlich sind.