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reichen Inhalt ftets des. vollten Eindrucis auf die Hörer und trugen zur Erwedung und Entfaltung wahrer jüdifcher Glanbensbethätigung und edeffter Menfchenliebe in Kohem Maße bei. Und wenn Bamberger felbfiredend auch gegen Abfall vom Glauben und gegen Derlehung jüd, Rellgionsgefeße eiferte, fo wurde dennoch auch von religiös. neologer, gegnerifcher Seite— Bamberger fänpfte fbrigens ftets ne fachlich nd vermied jegliche perfönliche Derlekung aufs peinlichfte, fodag per fönliche Feinde ihm durch fein felbft noch fo energifches Auftreten nie erwuchfen— ftefs anerfanit, daß ihn jedes Mort der Ermahnuıg innerfte Herzensfache war md fein Beftreben In veinfter Deife nur dahlıı ztelte, den Geift des wahrhaften gefehestreuen Iudentumns zu erhalten nnd 30 verbreiten, Ze u on
Auch die veligiöfen Dorträge, welche Bamberger allwwöchentlic am Sabbet in feinem Lehrzimmer abhielt, und denen fteis eine große Anzahl feiner Gemeindemitglieder fowie feine Schiller und viele jüdtfche Studenten der Wizbnreger Univerfität nit. Yegeifterutg.(mfchten, waren fo recht geeignet. durch belehrende geiftreiche Auslegungen von Schrift: ftellen und Alidrafchim die Hörer zu allem Edlen ud Guten. anzuregen und auf ihre Keben und Denken dich anfnüpfende Belehrungen md Binweife anf das praftifche Leben ‚einzumirten, und. fie dadurch zu Dei geifterten und zielbewugten jüdifchen Märmern.zu erziehen-
Seine Heden waren ferner vom Geifte wahrfter Daterlandsliebe und duschdeungen, wie man dies Übrigens von einem Juden
gar nicht anders erwarten Fan, da’ die Liebe zun Daterland, die Ehr« furcht vor dem Herrfcher und der aufrichlige Winfch für das Wohlergehen feiner Alitbürger dem Inden duch fein Beligionsgefeh ja ausdrädlich vorgefchrieben ift, und fanden insbefondere. auch die Predigten Ba nı« bergers bei patriotifchen Seften und bei Beburtstagen des Königlichen Haufes die volle Anerfennung des Hofes- und der Staatsregierung, welche über diefelben fh oftmals"eingehend berichten liegen.
Bei folch angeftrengter ind viefjeitiger Chätigleit als‘ Rabbiner einer’ großen jüdifchen Gentehtde, eines weitverzweigten Diftifts, als £eiter der von ihm errichteten jitdifchen Hochfchule jowle auch der Lehrer BıldungsAnftalt, als eifriger, imernihölicher Körderer unzähliger Werfe der Menfchenliebe, muß es geradezu niit Bewunderung erfüllen, daf diefer Große trofdein noch Miufe Fand md es‘ermöglichen Yonnte, wiffenfchaftliche Werke zu verfaffen, deren hoher Kitterarifcher ext für alle Zeiten ein bleibender ift und fehr. wird,
Denn wie mm eine Furze.gedrängte Bofchreibung. der von dem großen Meifter verfaßten und. edizten Werke-— Sforhn—— in nach“ folgendem zu geben bemiht find, fo fel es ws geftattet, zunächft den Autor felbft fprechen zu Taffen ud die Gedanken und Gefühle ‚wieders zugeben, die derfebe am Eingange feines in Jahre 5615. erjchienenen bes dentfamen Werkes„M’leches.Schomajim“ zum Ausdend bringt: Das was der Allgütige an Diffen amd Könnenden Aenfchengegeben, arläutder große Gelehrte, ift den damit Begnadeten nicht nue fün fich felbft verlichen,


