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Die Sorge far die Geſundheit auf den Schulen iſt neuerdings der Gegenſtand vieler Schriſten geworden. Mir, der ich den Werth der Geſundheit aus langem Krank⸗ ſeyn zu ſchätzen verſtehe, iſt es immer eine wichtige Angele⸗ geuheit geweſen, die Zahl der Stunden zu beſchränken, und gegen das Vielerlei und ju große Anfgaben zu wehren. Wenn es irgend angeht, wie z. B. im Sommer, laſſe ich nach zwei Lernſtunden eine Spiel⸗ oder höchſtens Präparationsſtunde in den Katalog fallen, und ſuche die Arbeiten für die ganze Woche mäglichſt gleichmäßig zu vertheilen. Daß Hans und Garten im Freicu vor der Stadt liegen, iſt in der ge⸗ naunten Bejiehung ein glucklicher Umſtan . Wie der Körper, bedarf auch der Geiſt der Erholung und Frendigkeit. Ein fraher und heiterer Sinn lernt noch einmal ſo leicht. Zweckmäßige Abwechſelungen in dem ein⸗ förmigen Gange des Schullebens, wozu auch die Ferien ge⸗ hören, ſind daher für Lehrer und Schüler gleich wohlthätig, und es iſt zu ängſtlch von den Eltern, zu berechnen, wie viel in den Ferien vergeſſen werden köunte!. Für beide Theile, fur Geiſt und Körper, iſt von gleich den Nuten das Turnen. Es macht den Körper ſtark, geſund, gewandt, den Geiſſi friſch, kräftig, muthig, umſichtig in Gefahren, es ſßlt gegen Weichlichkeit und un⸗ reine Gedanken, es ſtärkt die Willenskraft, und lehrt die Schwäche ſch ſelber beſſegen. Unſere beſten Keruer ſind auch in der Negel die beſten Turner. Hier wie dort wäͤchſt mit jeder Uebung die innere Keraft, und ich möchis um Vieles nicht die Turnubungen als Erzichungsmittel ent⸗ behren. Unſer Turnplatz iſt zum Schube gegen Sonne und Regen mit einem Dache überdeckt, und dient zugleich bei ſchlimmer Witterung zum Spielort, ſo wis der Hof, um im Sommer Schatten beim Splele zu haben, mit Baumen be⸗ uſlanzt worden iſt
Bedingungen der Aufnahme in die Anſtalt, u Für einen einheiniſchen gögling werden jährlich far Un⸗ erriht 48 fl. beahlt.


