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1) Das jede Uebertretung nicht ungeahndet Bleibe⸗ i faum erxin⸗ nert werden, ſo wie, daß wegen der Verſchiedenbeit des A des Eharac⸗ ters ꝛc. nicht dey allen gieiche Strafe Statt finde; ferner muſſen fen mit zroßer Vorßſcht und ſo ſelteu, wie moͤglich, angewandt, und nie leiae gewaͤhlt werden, weiche zur kuge, oder Heuchekey veraulaſſen, ſolglich n ſoi⸗ de, die ein Geſkändais kigeger Schande eithalten, Haͤndetuß fär-mpfaagene Strafen te.
Eben ſo wenig darf man Sttafen wablen, welche Neid ertegen. der, zupt durch Belohnungen und Beſtrafungen in der Ecztehung oft mehr verdor⸗ als gut gemacht wied,— denn man vergiht zuweilen, d aus
That der Kinder, fondetn auf die Gründe, oder Motibe detſelben anko) ſo maͤſſen die Kindee mehr durch Borſtellungen, als durch Swangsmittet gelenke werden. Ohne Straft kann freilich keine Ecziehung Statt finden, 8b s glei nis den Menſchen beſſern; ſie ſind und bleiben aber Zwangs, und Zuchtmitkel. Der edelſte kohn jedoch iſt Liebe, die edeiſte Strafe Enthtehung derſelden. Ue⸗ berhaupt gewinnt der Menſch an Beredlung deſto mehr, je edlete Mittek man bey ſeiner Erziehung anwendet; um ſo roher wird er aber auch, je raher man ihn behandelt. 8 e 4 4 3 In dieſe Jehauprung richetg— und wer mächte ſie belweifein— ſo entſebt bie Frage: in welchen Faͤllen ſind rein pofttive Beſtrafungen nothwendig? Zwang darf nur wegen Handlungen aus dem Gebiete der Nichtfreiheit, oder magen Verletzungen der Zwangsefiichten augewandt werdenz nie aber wegen unmoraliſcher Haudlungen, wegen Berlekuag freywiniger Pülichten.
. Rtehaliche Zächtigungen, wogegen neuete Padagogen eifern und ſie Häat⸗ lich aus den Schulen verbannt wiſſen wollen, müſſen Statt finden:„ bey Aus⸗ "ſcweifungen, den oßfenbarer Widerſezlichkeit gegen Eitern und kehrer, bey "33ſcchtlichen eſchädigungen au Perſonen and Sachen, bey Dlebſtahl vnd dey „ Werlezuns der geſeuſchafilichen Bficht, in alln Unterfuchungsſällen die Wahr⸗ „ Pt ſagen.”“* 2 — 5 3
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