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Germanien wurde eine Beute der wilden Feinde. Da wurden auch Argentoratum und die Stadt der Nemeter eingenommen, die Einwohner als Gefangene nach Deutschland geschleppt(offenbar von Alemannen); Vangiones(Worms) aber nach langer Belagerung zerstört ¹).
Seitdem verschwinden diese Völker, ihre Namen verlieren sich und machen andern Platz; doch soll nach Grimm noch in einer Karolingischen Handschrift der Namen Van- gione civitate ²) vorkommen und nach Schilter noch heute im Elsass ein Ort»Zun dreien Buchen« übrig sein.
II.
Versuch einer Erklärung der bekannten Stelle in Plinius H. N. II, 25⸗
Superiora autem inter Danubium et Hercynium saltum usque ad Pannonica hiberna Carnunti, Germanorumque ibi confinium campos et plana Jazyges Sarmatae, montes vero et saltus pulsi ab his Daci ad Pathisnm amnem. A Maro, sive Duria est, a Suevis regnoque Vanniano dirimens eos, adversa Bastarnae tenent, alique inde Germani ³).
Diese Stelle hat die verschiedenste Auslegung erfahren und ist gebraucht worden, um die entgegengesetztesten Dinge zu beweisen. Dass die Bastarnen nördlich und dass sie südlich vom Hercynischen Waldgebirge wohnten, dass die Dacier sich nur bis zur Theiss
¹) S. Hieronymi epistolae.— Nomotag, Argentoratus translati in Germaniam— Vangiones longa obsidione deleti.
2) J. Grimm. Gesch. der deutsch. Sprache S. 497.
3) Ich habe vorerst die Interpunktion beibehalten, wie sie sich in der Ausgabe des Plinius von Sillig, die ich vor mir liegen habe, findet,


