Aufsatz 
Über die Markomannischen Kriege unter Marc Aurel / von ... Jacobi
Entstehung
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51 Privatbeſchäftigungen der Schüler. Dieſe beſtanden in der Lectuͤre von claſſiſchen, beſonders alten griechiſchen und roͤmiſchen Schrift⸗ ſtellern, in ſchriftlichen Ueberſetzungen aus fremden, beſonders den alten Sprachen in die deutſche und umgekehrt, in Commentaren uͤber Schriftſteller, Sammlungen von Redensarten und grammati⸗

ſchen Beobachtungen, auch in Repetitionen der mathematiſchen Lehren und der Geſchichte u. a. m. G wurden von den Lehrern geleitet uud Junhahe zum Theil auch genauer dufchgefahan und verbeſſert.

II. Cüronik des Gymnaſiums.

Im Laufe des verfloſſenen Schuljahres ſind bei dem irſgen Gynnaſtün a)hie eBeeende eingetreten, die ich der Reihe nach kurz erzaͤhlen wil.

Noch kurz vor dem Schluß des Winterhalbjahrs 1849 wurde der Gymnaſie ral⸗ Huͤlfslehrer Herr Wilhelm Gies, der anderthalb Jahre lang den Unterricht in der Mathematik und Phyſik mit gruͤndlicher Kenntniß, reger Thaͤtigkeit und gedeihlichem Erfolg am hieſigen Gymnaſium beſorgt hatte, durch einen Hoͤchſten Beſchluß vom 12. Maͤrz 1841 an das Gymnafſ ſum zu Fulda und der bisherige Lehrer in jenen Fäͤchern am dortigen Gymnaſium, Herr Profeſſor Balthafar Arnd, an das hieſige verſetzt. Jedoch zog es der Letztere vor, in den Ruheſtand einzutreten, der ihm durch ein Hoͤchſtes Reſcript gewaͤhrt ward. Hierauf wurde der Herr Gymnafi ſallehrer Friedrich Eugen Lich⸗ tenberg, ſeit 1834 ordenklicher Lehrer an der hoͤheren Gee kun zu Kaſſel und ſeit 1836 am Gymnaſium daſelbſt durch ein Hoͤchſtes Reſcript vom 22. April v. J. an das hieſige Gymnaſium verſetzt und ihm der Unterricht in der Mathematik und Phyſik iieeen. het hſ den 3. Mai v. J. hier ein und trat den 10. Mai ſein Lehramt an.

In der Mitte des Halbjahres gieng eine neue Veränderung vor. Hert Gaſohion Berlit, der ſeit dem Juli 1839 mit Unterricht am hieſigen Gymnaſium beauftragt, beinahe zwei Jahre lang theils Franzoͤſiſch, theils Deutſch in Secunda, theils Lateiniſch und Deutſch in Quinta, in welcher Claſſe er zuletzt Ordinarius war, mit bewaͤhrter Geſchicklichkeit und Lehrfaͤhigkeit untertichtet hatte, erhielt die von ihm nachgeſuchte Stelle als zweiter Haupt⸗Lehrer an der hiefigen Realſchule und ertheilte nur noch bis zu Ende des Sommerhalbjahrs den Unterricht im Franzoͤſiſchen fuͤr die zwei oberen ſowie fuͤr die zwei unteren Claſſen, waͤhrend ſeine uͤbrigen Lehrgegenſtaͤnde unter die uͤbrigen Lehrer vertheilt werden mußten. Seitdem uͤbernahm Pfarrer Jacobi das Ordinariat in Quinta ſowie den latein. Unterricht in der 1. Abth. dieſer Claſſe, dagegen gab er den Religions⸗ Unterricht in Tertis an Dr. Volckmar, den deutſchen Unterricht in derſelben Claſſe an Dr. Wiskemann, den lateiniſchen

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