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dem Heere ſeinen Willen, nach Rom abzureiſen und dem Kriege ein Ende zu machen ¹). Die Männer, welchen jene Vertheidigung übertragen war, bemühten ſich auf alle Weiſe dem Wunſche des Kaiſers nach Frieden zu entſprechen, und Kommodus ſcheute kein Mittel, ihre Bemühungen zu unterſtüßen ²). Wer nicht durch Waffenmacht bezwungen werden konnte, der wurde durch Geld, Geſchenke, durch Milde und Nachſicht gewonnen ³). Die feindlichen Völker, die ſelbſt des Friedens bedurften, kamen daher dem Wunſche des freigebigen Kaiſers gern entge— gen, und Kommodus ſah mit Vergnügen, daß ſein Weg viel ſicherer und ſchneller zum Ziele führe, als alle Anſtrengungen ſeines Vaters. Selbſt den Markomannen und Quaden wurde großmüthig der Frieden gewährt. Sie mußten außer der jährlichen Hülfsmannſchaft auch gleich eine Anzahl Krieger ſtellen, die Quaden 13,000, die Markomannen etwas weniger, verſprachen ferner, die Jazygen, Burier und Vandalen nicht zu bekriegen, dem Kaiſer einen Tribut an Getraide zu geben, der ihnen jedoch nachher erlaſſen wurde, und endlich ihre Volksverſammlungen mo⸗ natlich nur einmal und im Beiſein eines Römiſchen Centurio zu halten. Unter dieſen Bedingungen zog der Kaiſer ſeine Beſatzungen aus allen feſten Plätzn ihres Landes ⁴). Außer dieſen vertrugen ſich auch die Burier und viele andere, deren Namen nicht genannt werden, mit dem Kaiſer, gaben den Römern viele Gefangene zurück und verpflichteten ſich mit ihren Wohnungen und Viehtriften ſtets 40 Stun— den von der Grenze Daciens entfernt zu bleiben 5).
1) Herod. I. c. 6. Dion. Cass. LXXII, c. 1. 2) Herod. I. c.
³) Herod. I. e.
4⁴) Dion. Cass. LXXII, c. 2.
⁵*) Dion. Cass. LXXII, c. 3.


