— 73—
Obertertia B.(im Winter Herbst-Cursus.)
Classenlehrer: Dr. Cuers.
Religionslehre: Evangelisch-protestantische: Besprechung von Grundbegriffen der Religionslehre, sodann Bibelkunde, namentlich des Alten Testaments, mit Lectüre einiger geschichtlicher Abschnitte der späteren Zeit. Besprechung einiger Perikopen. Reformationsgeschichte. 2 St. Hauschild.— Katholische: siehe Untersecunda A.
Lateinisch: Im Sommer u. Winter: Repetition der Casuslehre. Lehre von den Temporibus und Modis nach Ellendt-Seyffert. Repetition nach Harre. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit, meist Extemporalien zum Theil im Anschluss an Cäsar. Mündliche Uebersetzungen aus Oster- mann. 4 St. Lectüre: Cäsar, bell. gall. VII. im Sommer; bell. Gall. VII. 50 bis zum Schluss, VIII u. bell. civ. I. 1— 37 im Winter. 4 St. Aus Ovid's Metamorphosen, Auswahl von Siebelis, im Sommer 33— 35, im Winter 36— 38 halb. Prosodie u. Metrik nach Seyffert Anhang§§ 1— 18. 2 St. Cuers.
Griechisch: Im Sommer Xenoph. Anab. V. 3 St. Grammatik: Repetition des Quartaner- und Untertertianer-Pensums: neu Koch§S 57— 66 incl. Mündliche u. schriftliche Uebungen. Wöchentlich 1 Extemp.; mehrere Domestica. Im Winter: Xenoph. Anab. I. u. II zum Theil. 3 St. Das Uebrige wie im Sommer. Gillhausen.
Deutsch: Memorir- u. Declamationsübungen. Aufsätze monatlich. Lectüre von epischen Stoffen und Balladen aus Hopf und Paulsieck's Lesebuch für Tertia. Im Sommer ausserdem Lec- türe v. Schillers Tell. 2 St. Cuers.
Französisch: Im Sommer: Grammatik 1 St. Plötz's Schulgrammatik Lect. 9— 20. Im Winter Lect. 11— 18. Vierzehntägige Extemporalien. Lectüre 1 St. Erckman-Chatrian, Histoire d'un conscrit de 1813. Cuers.
Englisch: Grammatik nach Plate's Elementarbuch Lect. 1— 35. Mündliche und schriftliche Uebungen. 2 St. Caumont.
Geschichte: Im Sommer deutsche Geschichte von Friedrich II. bis zum Zeitalter der absoluten Monarchie; im Winter deutsche Geschichte vom Ende des Mittelalters bis zur Zeit Fried- richs des Grossen. 2 St. Römer.— Für die katholischen Schüler Unter- und Ober- tertia combinirt: im Sommer-Semester Geschichte der Römer seit dem ersten punischen Kriege. 2 St. Janssen.
Geographie: Im Sommer ein Theil der Geographie von Deutschland, sowie ein Theil der Geo- graphie von Asien; im Winter Uebersicht der Geographie von Europa. 1 St. Römer.
Mathematik: a. Geometrie. Fortsetzung der Anfangsgründe, insbesondere die Congruenzlehre nebst, Anwendungen; die Lehre von den Vierecken und vom Kreise(I. Abschn.). Geometrische Oerter. Einfache Constructionsaufgaben. 5. Arithmetik. Fortsetzung der allgemeinen Arithmetik, insbesondere Multiplication für ganze Zahlen und Brüche. Quadrate von Bino- men und Polynomen. LZerlegen in Factoren. Reduction von Brüchen, bes. Doppelbrüchen. Repetition der Bruchlehre. 3 St. Raabe.
Naturkunde: Im Sommer-Semester: Die Keimung der Samen. Die Classen des natürlichen und des Linné'schen Systems. Die Orchideen; einige Familien der Kryptogamen. Die Zellen- und Gewebelehre. Einiges von der Pflanzengeographie.— Im Winter-Semester: Anthropologie mit Vergleichungen über den Bau der Wirbelthiere. 2 St. Noll.
10


