— 46—
des griechischen terminus zu diesem gewiss jedem Römer geläufigen Cultusbegriffe für nötig hält, mag ein Zeichen dafür sein, dass dieser Beiname des Gottes damals vielleicht überhaupt nur auf Griechisch— als Hippius— im Munde der Römer gebräuchlich war, so dass Tertullian, dem aus dem Vorausgehenden(res equestris u. s. w.) equestris noch vorschweben mochte, sich nachträglich genötigt sah, zu erklären, was er unter dem Neptunus equestris meinte. Dass Livius(I, 9) den Beinamen des Gottes gleichfalls auf Lateinisch, und zwar als Equester angiebt, kann für die Zeit Tertullian's(und vielleicht auch für die des Livius) nichts beweisen. Ueber die Masculinform equestris vgl. Zumpt, Lat. Gramm.§ 100, Anm. 1, wo auch auf Neue's Formenlehre verwiesen ist.
11. 6 vosëg.„
Dieses Wort wird angeführt als terminus aus dem System des Basilides zur Erklärung des vorausgegangenen mens creata, als des ersten Erzeugnisses des ungewordenen Vaters Abraxas. ¹4⁰) Ohne das Attribut creatus kommt mens bez. animus noch einmal vor als besondere Bezeichnung des dem Körper entgegengesetzten seelischen Elementes im menschlichen Dasein. ¹4¹) Vergl. hierüber R P T. S. 36.[Ueber Nus im System des Valentin wird später gehandelt werden; über vous ohne Erklärung vergl. G M W T. I, 16.] Die bei Tertullian ferner noch auftretenden griechischen Wörter werden angeführt
d) mit griechischer Flexion und beigegebener directer lateinischer Erklärung, bei welcher gleichfalls Neubildungen mit unterlaufen können. ¹⁴²)
Hierher gehört:
1. αmσ⁴σσσιςσ.
Indem Tertullian Marcion's Lehre von dem gerechten und dem guten Gotte bekämpft, sagt er: Wie ist es möglich, dass die Marcioniten verschiedene Beanlagung[Anordnungen und Hand- lungsweisen](dispositiones) der zwei Götter vorgebend, bei der Verschiedenheit der Anlagen [und Massnahmen] derselben eine Einheit in den Namen bestehen lassen, da es doch keinen besseren Beweis für die Zweiheit und Rivalität der Götter geben könnte, als wenn sich zu ihrer (verschiedenen) Beanlagung[und Handlungsweise] auch eine Verschiedenheit der Namen gesellte? Denn jede zuständliche Verschiedenheit kann nur durch Besonderheiten in der Benennung be- zeichnet werden, während, wenn diese fehlen, dann, wann(jene) einmal(vorliegt), eine von etwas Fremdem ausgehende missbräuchliche Benennung unterläuft. ¹4⁸) Bei Gott aber darf einesteils nichts fehlen, andernteils dürfen seine Anlagen[Massnahmen] nicht von einem Fremden her entlehnt[getroffen] werden. Wer ist dieser Gott, der auch für seinen Sohn die Namen von dem Schöpfer holt? u. s. w. Da Tertullian in der Erklärung und weiteren Anwendung
1⁴⁰) Praescr. 46: Hic esse dicit summum deum nomine Abraxan, ex quo mentem creatam quam graece
„oðν appellat. 14¹) An. 12: Proinde et animum sive mens est, voðe apud Graecos, non aliud quid intelligimus quam
suggestum animae ingenitum et insitum et nativitus(NB.) proprium etc.
14²) Als Beispiele aus Cicero vgl. oben Anm. 74; ferner Fin. II, 7, 20: quis enim vestrum non edidicit Epicuri*æεας Ʒ⁶αeς, id est, quasi maxime ratas quia gravissimae sint ad beate vivendum breviter enun- ciatae sententiae? N. D. I, 12, 30: Quod vero sine corpore ullo deum vult esse, ut Graeci dicunt, dAσαασαον, etc.: Ib: 19, 49: Epicurus— docet eam esse vim et naturam deorum, ut primum non sensu, sed mente cernatur, nec soliditate quadam nec ad numerum, ut ea quae ille propter firmitatem œꝓmτσσςμανια appellat ete.
¹43) Marc. 3, 15: Nullus enim status differentiarum nonnisi proprietatibus appellationum consignatur, quibus deficientibus, si quando, tunc graeca ardνοιςα de alieno abutendo succurrit.


