in der Ueberschrift des salomonischen Buches in diesem selbst anstatt ed immer αοαρmσσαα setzen, hiervon absehend und sich allein an das αmοσοαœ der Ueberschrift haltend, dieses Buch nur mit proverbia Salomon bezeichnen konnte und wollte. Auf dies Schwanken der Bibelüber- setzungen(vgl. oben zur Vulgata) werden wir es auch zurückzuführen haben, wenn das Fran- zösische die Sprüche Salomonis seltener mit Paraboles de Salomon, häufiger aber mit Proverbes de Salomon, während das Englische dieses Buch nur mit Proverbs bezeichnet.
Ueber das hier beiläufig schon mit erwähnte allegoria mit seinen bei Tertullian zuerst auftretenden Weiterbildungen allegoricus und allegorice, sowie über das aus dƷαλQαπφꝶꝙοεσ von ihm umgebildete allegorizare soll erst später bei Gelegenheit der Besprechung der bei Tertullian auf- tretenden griechischen Lehn- und Fremdwörter geredet werden.
9. 5 εεισασνεα.
Unter den Anhängern des Valentin werden De Praescr. haer. 50 auch ein gewisser Marcus und Colarbasus aufgeführt. Es wird von ihnen gesagt, sie hätten behauptet, dass nicht nur keine Wahrheit ohne die griechischen Buchstaben in ihrem Gebrauch als Zahlbuch- staben gefunden werden könne, sondern sogar die ganze Fülle und Vollkommenheit der Wahrbeit in jenen Buchstaben niedergelegt sei. Denn deswegen habe Christus gesagt:»Ich bin das A und das O.« Endlich sei Jesus(als der?) Christus herabgekommen, d. h. die Taube sei auf Jesus gekommen, welche, da sie auf Griechisch zeoισeo genannt werde, als Zahl 801 habe. ¹³⁷) So durchliefen sie, J, T, c†, v, r, Alles bis zum Alpha Beta und rechneten ihre Achtheiten (ogdoadas, FW.) und Zehnheiten(decadas FW.) in einer Weise zusammen, dass es abgeschmackt und langweilig zu sagen ist. 13⁸) Interessant ist es, wie Tertullian auch hier zu einer Neubil- dung kommt. Es ist dies bei dem ersten, Marcus' u. s. w. Neuerungen mit einem Schlage charakterisierenden Satze(novam haeresin ex Graecorum alphabeto componentes) das Wort alpha- betum. Wie das Wort allmählich aus ihm herauswächst, zeigt deutlich der Satz: Percurrunt isti,, x, P, v. r totum usque ad alpha beta. Dass wir in der daraus entstandenen Neu- bildung vielleicht nur die Ueberlieferung eines damals schon gebräuchlichen Schulausdruckes zu erblicken haben, scheint mir sehr wahrscheinlich. Nach Tertullian's Vorgang bildete später Augustin vom Lateinischen aus das Wort abecedarium, die neutrale Substantivierung eines von Augustin gleichfalls erst gebildeten abecedarius, womit er unser»alphabetisch« bei gewissen Psalmen bezeichnet. Beider Bildungen hat sich das Französische in alphabet und abécédaire, das Englische in alphabet und abecedarg bemächtigt. wogegen das Italienische nur alfabeto kennt.
10. I απαο.
Dieses Adjectiv kommt vor als Erklärung zu dem Beinamen equestris, den Tertullian dem Neptun giebt, wo er in der Schrift De Spectaculis auch auf die»Kunstreitereic, die bei den circensischen Spielen getrieben wurde, zu sprechen kommt. ¹³⁵) Dass Tertullian die Beisetzung
137) Praescr. Haer. 50: Denique Jesum Christum descendisse, id est columbam in Jesum venisse quae Graeco nomine cum reεσσρεοα⁴σ nominetur, habeat secundum-numerum DCCCI.
138) Zum Verständnisse dessen, was Marcus und Colarbasus mit dem Herabkommen der Taube auf Jesus nach valentinianischem Vorgange meinen, vergl. eine Stelle aus Huber's System des Valentin, (Philosophie der Kirchenväter S. 42):»Und als er nun in der Fülle der Zeit seinen Messias schickte, den Menschen Jesus mit ätherischem Leib, da liess sich auf diesen bei seiner Taufe im Jordan der himmlische eονπε oder Jesus nieder, um die Prlösung im Sinne des λν⅙ ͥ, zu vollbringen.«
¹33) Spect. 9: Sed et Neptunus equestris est quem Graeci πασσQOzw ν appellant.


