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besonders bezeichnet wären. ¹²) Nur einmal gebraucht er für ein Gleichnis, welches als solches im griechischen Urtexte qurch ö⁸οονν und 6&οσοσνο eνα bezeichnet wird, similitudo(Luc. 13, 20 f. in Marc. 4, 30), während er auf das Joh. 10, 6 für ⁴.όόομ gebrauchte αοοπννα durch figura hindeutet(in Fug. 11 med.) Dass er aber mit letzterem Worte den Sinn des johan- neischen*οσοανια richtig trifft, wie, dass er mit ersterem Worte den im Lateinischen angenommenen Wert von r⁴σ οMμ richtig angiebt, soll die folgende Untersuchung zeigen. Um aber das von ihm für aασοανιια eingesetzte figura zu verstehen, muss erst die Bedeutung, die r*⁴οασρου für ihn hat, eruiert werden. Wir können über dieselben nicht irren, da er selbst. dieses Wort übersetzt hat. Er behauptet nämlich Adv. Marc. 4, Il, dass das Evangelium zum Gesetz sich verhalte wie die Frucht zum Samen, dass es also zwar ein Anderes, aber nicht ein Fremdes, zwar ein Verschiednes, aber nicht ein Entgegengesetztes zum Gesetze sei. Selbst die Redeform sei bei Christus nicht neu, wenn er Gleichnisse vorbringe oder Fragen zurückweise; denn es stehe schon im 77.(nach dem Hebräischen im 78.) Psalm: Aperiam, inquit, in para- bolam os meum, id est, similitudinem; eloquar problemata, id est, edisseram quaestiones. 129) Hieraus geht hervor, dass auch schon die Itala hier wo nach dem Vorgange der LXX mit parabola wiedergegeben zu haben scheint, und dass Tertullian parabola dem lateinischen simili- kudo gleichgesetzt wissen will, wie er sie denn auch selbst beide sonst noch gleichsetzt, wenn er z. B. R. C. 30 sagt: de vacuo similitudo non competit, de nullo parabola non convenit. Dass er auch hierin nicht von der Auffassung seiner schriftstellerisch thätigen Vorläufer abwich, zeigt Quintilian's Beispiel. Derselbe führt im 5. Buche der Inst. Orat. von den 3 Hauptmitteln einer kunstgerechten Beweisführung als drittes das exemplum än, von den Griechen πααοανεννμα genannt;»diesen Namen, sagt er, gebrauchten die Griechen im allgemeinen bei jeder Anführung ahnlicher Fälle(in omni similium appositione), im besondern bei jenen, welche sich auf das Ansehen vollzogner Thatsachen stützen. Unsre Landsleute haben meistenteils similitudo das zu nennen vorgezogen, was von jenen αορν genannt wird; exemplum aber das andere,
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obgleich auch dieses ein ahnlicher Fall und jenes ein Beispiel ist.« Darum fasst er in der
nun folgenden Darstellung ⁴οααςομ und αομ⁴αειμ unter dem Namen von exemplum zusammen, obgleich er weiss, dass Gicero(De Inv. 1, 30) r.⁴αοοbμ qdurch collatio ausgedrũckt hatte. ¹⁵¹)
Indem Quintilian aber im Folgenden den Begriff der αοαα¶ν⁴οκ doch dahin teilt, dass sie als similitudo ohne(Bei-) Mischung von Metaphern auf Grund fast gleicher Verhältnisse geführt wird, während sie als collatio die Sachen, welche verglichen werden sollen, weiter her- zuholen pflegt, ¹³ν²) so ergiebt sich hieraus für die Beurteilung der tertullianischen Werte für
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1²8) Diese Stellen sind Luc. 16, 1—8 in Fug. 13; Matth. 15, 26 in Or. 6; Matth. 5, 25 f. in Or. 7; Luc. 15, 11— 32 in Pud. 8 f.; Luc. 11, 21 f. in Marc. 4, 26 und 5, 6;3 Luc. 13, 15 f. in Marc. 4, 30; Luc. 14, 16— 24 in Marc. 4, 31; Matth. 25, 1— 13 in An. 18.
125) Ps. 78,2: M 5e 5 LXX: dAvοεεο εένν νπμαμιαά(‿οιαητ rO œαμα οο, rA. Vulg: Aperiam in parabolis os meum etc. Als Citat findet sich diese Stelle ebenso im griechischen Urtexte und in der Vulgata in Matth. 13, 35.
130) L. c. XI, 1: Nostri fere similitudinem vocare maluerunt quod ab illis ανοσααν⁴ον dicitur; hoc alterum exemplum: quamquam et hoc simile est, et illud exemplum.
1³¹) Ib. 2: Nec vereor ne videar repugnare Ciceroni quamquam collationem separet ab exemplo.
132) Ib. 22 f.: Proximas exemplo vires habet similitudo, praecipue illa quae ducitur citra ullam traus- lationum mixturam ex rebus paene paribus.— Nam ασοl quam Cicero collationem vocat, longius res quae comparentur repetere solet.


