Aufsatz 
Die Grundsätze und Mittel der Wortbildung bei Tertullian : Fortsetzung / von G. R. Hauschild
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carnis= rd αόαι p̈ερσωσσροων †† Sεαρνμεμνοννααα dςα ενπιυνμμιαςα τνεςα mπτH⁵αm⅞(R. C. 45); ebenso in der(Pud. 17 zusammengezogenen) Stelle aus Eph. 2, 3; 2. als»Verlangen und Sehnsucht« in der Uebersetzung aus Luc. 22, 15: Concupiscentia concupivi Pascha edere vobiseum= Eni vui eaeSαα oντο τ πααοσνα αemσsoœďα εs(M. 4, 40); eine Stelle, auf welche Tertullian in der oben(A. 78) citierten Stelle aus De An. 16 sich stützt, um zu beweisen, dass das concupiscentivum nicht schlechtweg ivrrationale zu sein braucht, da sich auch beim Herrn Aeusserungen des Begehrens nachweisen lassen; 3. als»unreine, bez. unerlaubte geschlechtliche Lust« findet sich concupiscentia in den meisten von denjenigen Citaten aus Matth. 5, 28, die nicht Wort für Wort dem griechischen Texte nachgehen(z. B. Pud. 6: Qui viderit ad concu- piscentiam etc.; andere siehe bei Roensch zu der Stelle); in dem vollständigen Cflate(Cast. 9) ist die erste Hälfte dieses Verses— dπι πας 6 μαέπαν ννuανα παοος επαιευμœt αἀd ri— wiedergegeben durch: Qui viderit mulierem ad concupiscendum eam; in allen Stellen aber, die nur an diesen Vers anklingen, bedient sich Tertullian des Ausdrucks concupiscentia(z. B. Id. 2: Dominus.. adulterium etiam in concupiscentia designat); 4.»Gegenstand des Begehrens« in einer Stelle aus De Spect. 14. Gegen die, die ohne Gewissensbisse Schauspiele darum besuchen zu dürfen meinen, weil nirgends ein specielles Verbot darüber sich finde, polemisiert dort Tertullian mit den Worten: quasi parum etiam de spectaculis pronuntietur, cum concupiscentiae saeculi damnantur. Diese Stelle scheint anzuspielen auf 1 Joh. 2, 16 f.(drι mαααν τ 6*6G& 1 ιε ννμέεα τον σρασρο νσα εποιιενυμα τν ꝓρανμν εέν ν*σρον εσσσνν. 2ʃ0ʃ ε εσφς πωας|ενεαι 2ν π εέαιεε υαμα αντον). Nach dem Vorausgehenden:»Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist« fällt hier in erιεναμα Lust« und»Gegenstand der Lust« zusammen. So hat auch bei Tertullian in der Begründung der oben stehenden Worte ¹⁰⁸) concupiscentia zunächst die Bedeutung»Lust, Ge- lüste, Begierde«. Indem er aber im Folgenden sagt:»die generelle Bezeichnung der Lüste« begreift auch die»Lustbarkeiten« in sich, ¹⁰G) ebenso wie die generelle Auffassung der»Lustbarkeiten« im besondern auch auf die Schauspiele gedeutet(oder ausgedehnt) wird, ¹⁰²⁷) setzt er die»Lust« mit dem»Gegenstand der Lust« insofern gleich, als er diesen als den Inhalt jener bezeichnet: eine Auffassung von dem Verhältnis der concupiscentia zu voluptas, mit welcher Tertullian der ciceronianischen Fassung des erisvunrizdv als»ea pars animi quae voluptate aliture« augenscheinlich sehr nahe kommt. Dass nun concupiscentivum den drei ersten Bedeutungen seines Stammwortes sich anschliessen soll, geht aus De An. 16 klar hervor: Insofern das »Begehrungsvermögen« sich auf unerlaubte geschlechtliche Genüsse richtet(3), fällt es ohne weiteres unter den Gesichtspunkt des Vernunft- und damit Naturwidrigen. ¹°⁸) Wenn aber das »Begehrungsvermögen« als Verlangen und Sehnsucht(2) sich äussert, kann es vernunftgemäss sein, wie das Beispiel des nach dem gemeinschaftlichen Genuss des Passahmahles verlangenden Jesus beweist(s. o. S. 24). Aber auch das»Begehrungsvermögen« als Begehren über-

1⁰⁵) Ib.: Nam sicut pecuniae vel dignitatis vel gulae vel libidinis vel gloriae, ita et voluptatis con-

cupiscentia est(denn wie es eine Lust nach Geld u. s. w. giebt, so giebt es auch eine solche nach Vergnügen und Lustbarkeit).

1⁰⁶) Ib.: generaliter nominatae concupiscentiae continent in se et voluptates.

¹⁰⁷) Ib.: aeque generaliter intellectae voluptates specialiter et in spectacula disseruntur.

¹⁰8) Vgl. De Spect. 2: Ipse homo, omnium flagitiorum actor, non tantum opus dei, verum etiam imago est: et tamen et corpore et spiritu descivit a suo institutore. Neque enim oculos ad concupiscentias sumsimus(Cf. S. 12 u.).