ähnliche Stellen im Sinne gehabt, als er diesen Teil der unvernünftigen Seele durch indignativum übersetzte. Auffällig ist ja schon, dass rò Srulνe» in den von mir bis jetzt zur Vergleichung herangezogenen Stellen der platonischen Republik gar nicht vorkommt, sondern immer nur 6 S6, ro roö Suo? oder τν oeidéc dafür gebraucht wird. Wohl aber kommt bei Plato an einer andern Stelle ein Ausdruck vor, der, da ihm alle wesentlichen Bestimmungen des Soedeς beigelegt werden und er auch als dνανοιασαον in bestimmten Gegensatz zum X6„ο oder 1oyοοσναιια gestellt wird, von Tertullian sehr wohl als gleichberechtigter Vertreter des schwer übersetzbaren Su,οες angesehen werden konnte: dieser Ausdruck ist ro αeν ναάεκνεενεν. Er bot, indem man dem Original die Verantwortlichkeit für das Zutreffende desselben überlassen konnte, die Möglichkeit, nicht nur mit einem entsprechenden Worte sich übersetzen, sondern auch durch eine gleichfalls verbale Ableitung in anschaulicher Weise der Uebersetzung des driSunrirdy sich gegenüber setzen zu lassen. Dass Tertullian aber doch anstatt dieses Aus- drucks Sb μαν gebraucht, mag auf einem lapsus memoriae bez. einer Verwechslung beruhen— denn letzteres kommt in ähnlicher Bedeutung erst bei Aristoteles vor—, kann aber auch eine Anbequemung an den Umstand sein, dass Plato's Suulis bez. Suoεdeς bekannter gewesen sein wird als das deααeαernriròv; weshalb er sie nun in der Weise verbindet, dass er von jenen den Wortstamm, von diesem die Endung und Bedeutung entlehnte, die nach Plato's Darstellung der des Soroeedéc nahezu gleichkommt. Denn indem er De Rep. X, 602 C— 607 A zeigt, dass die nachbildende Dichtung darum nicht geeignet sei zur Bildung bez. Verbesserung der Sitten, weil sie, um zu gefallen, absehen müsse von der Darstellung solcher Charaktere, die, der Leitung des Xoytotiæd“ allein folgend, ein ruhiges Gleichmass im Denken und Handeln beobachteten (νκιμον εμα-⁵εσαιαν Sos), gebraucht er zur Schilderung der entgegengesetzten Charaktere fast alle Ausdrücke, die bei der Entwicklung des Suœοeεε⁴ες auch vorkamen und zuletzt in dem Begriff des αeν᷑αάκνανκάιναανινν zusammengefasst werden: einem Ausdrucke, den Schleiermacher durch»gereizte Gemütsstimmung« übersetzt. 99) Dass bei seiner Bestimmung in Plato's Dar-
Ungewohntes als ihm nicht geziemend von sich weist. Aber umgekehrt kann xeνλmᷣαdvetν bez. dvs- Zealveν nicht durch irasci wiedergegeben werden. Denn es kann sich wohl jede auf unserm sittlichen oder ästhetischen Gefühle beruhende innere Abneigung bei fortgesetzter Störung zu einem thatsächlichen Ausbruche leidenschaftlicher Erregung(ira) steigern, aber es kann nicht jeder Zornesausbruch auf eine vorausgegangene Verletzung unseres sittlichen oder ästhetischen Gefühls zurückgeführt werden. Wie darum einerseits in dem Beispiele von Leontios die Einsetzung von †ιιεοσ,εασ für dv ε&α νει undenkbar ist, so kann gleichwohl anderseits das Synonymon von duε νεκρανεs, d. h. Ialsratvel, dem yiseo Saigleichgestellt werden, wie aus De Rep. 440 C hervorgeht: dꝓτια☚αν τιιςι oρπνπιαόι ‿⁵εμσνεν, oux 6οoʒν Qάηνναιη̃ εο τ odοτ τπινασων Juναeαν ενιςεεοσεα— 6τ‿αν ⁴ς⁵υνηικ εαά τος νανπαιαι 0dæ v rour Set re zl* Iaxοεeave α Suu- uaxet; r*.
*s) Wer Tertullian kennt, weiss, wie sehr er es liebt, für begriffliche Gegensätze durch das Band gemeinsamer Endungen gewissermassen eine höhere geistige Einheit herzustellen. So stellt er mit— ivus gegenüber: subcessivus und antecessivus, interrogativus und confirmativus, substantivus und provocativus, potestativus und ordinativus, promissivus und praeceptivus; mit Ausnahme des letzteren sämmtlich Neu- bildungen!
os) So heisst es L. c. 603 D 604 E:*lαν εν raες πα⁴αεεσ σσαόσαααεεε τε να ⁵Hᷣeεᷣ α ανασ αιναι⁶, gerade so wie der Mensch in Bezug auf seine Sinneswahrnehmungen αiας εν εμαωννσναιυ εαςν εε dνια regl r6 αατπ⁵ιν der wahrhaft Weise wird zwar auch einen Schicksalsschlag unangenehm empfinden (àxSeosεται), aber er wird doch gegen die Trauer ankämpfen und ihr widerstehen(uαeνιᷣα τe a⁴


