— 91—
Sexta A.(Oster-Cursus.) Classenlehrer: Hauschild.
Religionslehre: Evangelisch-protestantische: Biblische Geschichten des Alten Testaments bis zu Josua, des Neuen Testamentes im Anschluss an das Kirchenjahr. Die zehn Gebote, Bibel- sprüche und einige Kirchenlieder gelernt. 3 St. Hauschild.— Katholische: Siehe Quarta A.
Lateinisch: Die 5 Declinationen mit den allgemeinen Casus- und Genusregeln, die Adjectiva und deren Comparation, die Numeralia cardinalia und ordinalia, die Pronomina, das Ver- bum sum mit dessen Compositis, die vier regelmässigen Conjugationen mit den wichtigsten Abweichungen, die Deponentien wurden behandelt und geübt nach Ostermann, Uebungs- buch für Sexta, Abschnitt. I XVII(mündlich alles, schriftlich z. Th. übersetzt; die ent- sprechenden Vocabeln aus Ostermaun's Vocabularium gelernt). Wöchentlich 1 Scholasticum, im Winter-Semester auch einige Domestica. 10 St. Hauschild.
Deutsch: Die Declination und Conjugation. Orthographisches. Dictate. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Lesestücke aus dem Bremer Lesebuch. Gillhausen.(Cand. Vogel.)
Geographie: Vertheilung von Wasser und Land auf der Erdoberfläche. Europa in oro-hydro- graphischer Hinsicht. 2 St. Noll.
Naturgeschichte: Im Sommer-Semester: Betrachtungen einzelner in ihrem Bau einfacher oder für den menschlichen Haushalt wichtiger Pflanzen. Im Winter-Semester: Wie in Sexta B. 2 St. Noll.
Rechnen: Die vier Species mit mehrfach benannten ganzen Zahlen. Anfang der Bruchrechnung. 4 St. Schmidt.
Quinta B.(im Sommer Repetitions-Cursus; von Michaelis an Herbst-Cursus.) Classenlehrer: Dr. Sauerland.
Religionslehre: Evangelisch-protestantische: Die biblische Geschichte des Neuen Testaments, nach G. Schmidt; Bergpredigt und Bibelsprüche, sowie einige Kirchenlieder gelernt. 3 St. Jekel.— Katholische: Combinirt mit Quarta A.
Lateinisch: Für den Sommer-Cursus: Die unregelmässige Formenlehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert und dem Uebungsbuch von Ostermann. Nach letzterem auch Durch- nahme der wichtigsten Syntaxregeln.— Seit Herbst der unregelmässigen Formenlehre erster Theil nach denselben Handbüchern. Jede Woche eine schriftliche Arbeit. 10 St. Sauerland.
Deutsch: Für den Sommer-Oursus: Die Lehre vom einfachen erweiterten Satz und vom Satzgefüge. Seit Herbst dasselbe Lehrpensum. Alle 14 Tagen je eine(häusliche oder Classen-) Arbeit. Memoriren einiger Gedichte. 2 St. Sauerland.
Französisch: a. Plötz, Elementargrammatik, im Sommer-Semester: Lection 31— 60, im Winter- Semester: Lection 1— 30. 5. Von Stunde zu Stunde schriftliche Uebungen. Vierzehntägig abwechselnd ein Domesticum und ein Scholasticum. 3 St. Pelissier.
Geographie: Für den Sommer-Cursus: Die aussereuropäischen Erdtheile. Seit Herbst Asien, Australien und Afrika. 2 St. Sauerland.


